Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 244)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 246 — war£, die man einpökelt auf lange Jahre!" Das ist ungefähr der Kern der Situation in bezug auf die Jugend und auf die * Gewinnung neuer Kräfte. Nun komme ich zu einigen spezieilen Punkten. In bezug auf die Palästina-Arbeit haben wir schon verschiedenes gehört, und ich glaube, wir werden noch vieles in diesem Saale hören. Ich könnte auch manckes sagen, da ich, wie einige von Ihnen wissen werden, in Palästina lebe und mich an der dortigen Arbeit beteilige. Aber meine spezielle Aufgabe wird es sein, Sie nicht vergessen jzu lassen, einige Resultate . des 7. Kongresses, die sich auf die Nachbarländer beziehen, für die sich kaum ein anderer Anwalt hier auf diesem : Kongreß finden wird. Meine Damen und Herren! Die Nachbarländer-Frage ist eine Frage, die besonders die sogenannten „Politischen" angehen sollte. (Sehr richtig!) Ich glaube, die Nachbarländer sind dazu besonders geeignet, jene „politischen" Zionisten vor die Frage zu stellen: Wollt ihr arbeiten in- Palästina, so arbeitet in Palästina, wollt ihr nicht in Palästina .arbeitet, dann stehen euch die Nachbarländer offen, — .arbeitet dort! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ohne die Nachbarländer wäre die Fragestellung eine andere: Man arbeitet in Palästina, oder man arbeitet üb erhaupt nicht. Hier aber ist jetzt ein Zwang zur Arbeit und ich hoffe, daß die meisten von Ihnen, wenn sie vor die Frage gesteilt werden: arbeitet in Palästina oder in den Nachbarländern, in Palästina arbeiten werden! Die Nachbarländer-Frage teilt sich in mehrere Unterfragen. . Wir haben da hauptsächlich gesprochen von Cypern und von El-Arisch. Cypern ist ein Nachbarland. Ich könnte sagen, ich wundere mich, weshalb man unter dem Regime Wolffsohn nichts für Cypern getan hat. Er selbst ist stets für Cypern gewesen. Er selbst hat mir nach den berühmten Sturmszenen auf dem 3. Kongreß erklärt, daß er darin die erste vernünftige Idee im Zionismus erblickt habe. Er meinte, damals sei die Sache noch gefährlich gewesen, weil der Zionismus noch nicht genug Kraft gehabt hat, aber die Bedeutung des Planes sei ihm klar gewesen, und er selbst habe Herzl zu beeinflussen gesucht, dieser Sache seine Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn unter einem Präsidium, das sich so zu dieser Frage gestellt hat, nichts dafür herauskam, was soll man dann überhaupt erwarten? Aber ich will von der Cypernfrage heute nicht sprechen. Ich will sprechen von El -Arisch, das kein Nachbarland, sondern ein Teil Palästinas selbst ist, was nur nichit oft und energisch genug betont wird. Ich habe an El-Arisch nicht vergessen, und habe mich gefreut, auf diesem Kongreß zu sehen, daß auch andere nicht an El-Arisch vergessen haben, — daß vielmehr maßgebende Gruppen und Leute in verschiedenen Parteien dieses Kongresses El-Arisch ebenfalls nicht vergessen haben und sich freuen würden, wenn es . dort Möglichkeiten ,gäbe. Und es gibt dort Möglichkeiten. Nachdem der Bericht der El-Arisch- Kömmission, der zum 6. Kongreß erstattet worden war, das heißt, der vom 6. Kongreß verfaßt worden war und eines von den .Geheimnissen der zionistischen Leitung bis heute geblieben ist, nachdem niemand und auch ich nicht hat erfahren können, was in dem Bericht steht. (Präs. Wolffsohn: Auch ich nicht!) — Ich habe mich nicht f ü r Sie zu beklagen. — Nachdem ich also gar. nichts habe erfahren können, bin ich im vorigen Jahre mit einigen Genossen hinuntergegangen, um zu sehen,: was dort ist. Ich kann sagen, daß ich fast alles bestätigt gefunden habe, was ich erwartet hatte, und manches war besser. Soviel aber ist sicher, daß das Märchen von der wasserlosen .Sandwüste durch unsere . Wahrnehmungen, die zum Teil durch photographische AufnaHmen erhärtet sind, endgültig beseitigt sein sollte. Eine Aktion in , der Frage