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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 218

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 218 (sequence 216)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2793-3478933
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— 218 — von dem Lehrer. Steht ein nationalgesinnter Lehrer an der Spitze, dann ist die Sache gut, steht ein Franzose an der Spitze, dann ist sie nicht gut. Und dazu möchte ich bemerken, der Franzose ist in der Regel gar nicht aus Palästina, sondern aus Bordeaux, Paris oder Nancy. Und diese Lehrer können Kinder in Palästina gar nicht erziehen, sie verstehen sie gar nicht. Sie haben eine andere Psyche. Ganz anders steht es mit den Schulen, die von dem Odessaer Komitee, beziehungsweise der chowewezionistischen Organisation unterstützt werden. Es sind nur einige Schulen. Die Hauptschule ist die sogenannte Bet Hasefer Lebanoth in Jaffa, dort haben wir ungefähr 300 jüdische Mädchen. Für mich ist es nichts Wunderbares, wenn man hebräisch spricht. Aber daß man so spricht, wie dort gesprochen wird, daß man alles in der hebräischen Sprache erklären kann, wie es hier geschieht, das habe ich nicht erwartet — und ich habe viel erwartet. Ich will nicht sagen, daß die Schule ganz fertig ist, sie muß noch ausgebaut werden, die Mädchen müssen noch manches lernen, damit sie im Lande bleiben können. Aber jedenfalls sehe ich, daß wir eine gesunde Richtung eingeschlagen haben. Eine „gesunde Richtung" in Palästina ist keine nationale; um gesund zu sein, muß die Richtung national sein in Amerika, Rußland oder Deutschland. In Palästina braucht sie nur natürlich zu sein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) LTnd das erleichtert die Aufgabe des Lehrers. tf Geehrter Kongreß! Wenn unsere Eltern, die noch ein warmes Herz und gewisse jüdische Gefühle sich bewahrt haben, wenn diese Eltern schweren Herzens ihre Kinder in ein russisches Gymnasium schicken, dann müssen sie bei 99o/0 Adieu sagen. Und das ist so in der ganzen Welt. Es gibt keinen Pardon. Wir sind auf eine schiefe Ebene geraten. Man kann nicht gegen die ganze Umgebung kämpfen. Ganz anders ist es in Palästina. Hier braucht man nicht den Kindern Nationalismus einzuimpfen. Man muß nur sehen, daß man nicht das Vorhandene herausreißt in der jüdischen Schule. Dann wächst alles natürlich. Das Menschenmaterial, das Schülermaterial erleichtern die Aufgaben des Lehrers in Palästina. Ich war in der russischen Schule. Man hat mir; die Kinder für zwei Stunden in der Woche zum Unterricht gegeben. Allein, es ist sehr schwer, in zwei Stunden gut zu machen, was andere die Woche über schlecht gemacht haben. In Palästina sagen die Eltern einfach dem Lehrer, wenn sie zu ihm Vertrauen haben: Mach aus meinem Kinde einen normalen Menschen, und das bedeutet: mach aus ihm einen guten Juden, einen guten Zionisten, der national, doch nicht chauvinistisch gesinnt

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