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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 217

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 217 (sequence 215)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2792-3478932
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— 217 — beherrscht. Es ist also immöglich, daß uns die hebräische Sprache in Amerika oder Rußland erhalten bleibt. Wir sind dort Ausnahmegesetzen unterworfen, und der hebräischen Sprache droht eine Gefahr, daß sie die Sprache der einzelnen 'Gelehrten bleiben wird, aber nicht die der Masse. Es ist sehr schön, sehr gut, daß wir auch zu Palliativmitteln in der Diaspora greifen, aber es existiert eben überall der unüberwindliche Gegensatz zwischen Schule und Haus. Einen einzigen Platz auf der Erde habe ich gesehen, wo die hebräische Sprache nicht aussieht wie die kleine Palme, die einen Salon zur Zierde gereicht, sondern wo die Sprache wuchs, wie die Palme an den Ufern des Mittelmeers. Es' ist eine ganz andere Sprache, die die Kinder führen. Sie lebt wirklich in ihrem Munde. (Lebhafter Beifall.) Und Sie dürfen auch noch das nicht vergessen: In ganz Palästina existiert keine herrschende Nation, und das sollten wir uns merken. Ueberall in1 der Welt haben Sie eine herrschende Nation. Ob sie bereits eine Rolle spielt oder sie erst in der Zukunft spielen wird, ist gleichgültig. In Palästina haben wir solch eine herrschende Nation nicht. Die Herrscherrolle spielen die Türken, diese sind aber ganz abwesend. Die Araber und Fellachen aber besitzen keine so hohe Kultur, daß sie den Ton angeben könnten. Ferner haben sie dort noch verschiedene Nationen, die sich untereinander sie dort noch verschiedene Nationen, die sich untereinander befehlen. Es gibt keine einheitliche und keine herrschende Nation, Und noch eins! Wir dürfen nicht vergessen, daß wir in Palästina jemenitische, sephardische und aschkenasische Juden, daß wir es also mit verschiedenen Elementen zu tun haben. Sollen diese eine künstliche Sprache erfinden, um sich gegenseitig zu verstehen? Oder sollen sie etwa die französische oder englische Sprache wählen? Dazu muß ich Ihnen sagen, meine Damen und Herren, ich wohnte dem Unterricht in verschiedenen Schulen bei. In den Schulen des Hilfsvereins wird viel mehr Hebräisch gelehrt als Deutsch. Wenn Sie mich aber fragen, welchen Eindruck ich in den anderen Schulen, wo fremde Sprachen gelehrt werden, empfangen habe, so habe ich nur die Antwort, die Kinder verstehen die fremde Sprache nicht, es ist einfach Quälerei. In den Rothschildschen Schulen hat man 20 Stunden englischen Unterricht und 10 Stunden Hebräisch. Daß die Kinder sehr schlecht Englisch sprechen, habe ich verstanden, weil ich sie nicht verstanden habe, daß die Kinder aber sehr gut Hebräisch sprechen, habe ich auch verstanden, weil ich sie verstanden habe. (Heiterkeit.) Nach den Schulen der Alliance haben Sie eine ganze Stufenentwicklung. Die Ica kümmert sich nicht um den Unterricht. Der Unterricht ist abhängig

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