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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 211

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 211 (sequence 209)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2786-3478926
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— 211 — an die Reihe. Ein anderer Vorgang ist nicht möglich. (Lebhafte Zwischenrufe. — Lärm.) Del. Syrkin (zur Geschäftsordnung): Zur Geschäftsordnung möchte ich bemerken, daß ich die vom Herrn Präsidenten vorgeschlagene Ordnung der Abstimmung für nicht ganz zweckmäßig halte. Es handelt sich doch jetzt nicht darum, über das Prinzip dieser Frage abzustimmen. Gegenwärtig handelt es sich nur darum: M'uß der Kongreß einen prinzipiellen Beschluß fassen oder nicht? Das, was der Herr Präsident uns in der vereinigten Resolution vorschlägt, stimmt damit nicht überein. Zu allererst möchte ich den Herrn Präsidenten bitten, darüber abstimmen zu lassen, ob der Kongreß irgendwelchen prinzipiellen Beschluß betreffend die Aenderung der Statuten annehmen will oder nicht. (Beifall.) Präs. Wolffsolm: Herr Syrkin, der Kongreß ist doch selbständig. Er wird schon sagen, was er will. Das werden Sie nach der Abstimmung erfahren. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) L>el. Syrkin: Pardon, Herr Präsident, der Kongreß ist wohl selbständig, aber diese Form der Abstimmung macht ihn vollkommen unselbständig. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Präs. Wolffsolm: Wenn Sie dieser Ansicht sind, so können Sie ja dagegen stimmen. (Lebhafter Widerspruch.) Wenn der Antrag des Referenten abgelehnt wird, so kann sodann der andere angenommen werden. Es liegt ein Antrag des Referenten im Verein mit den Flerren Dr. Rosenbaum, Dr. Tschlenow und Dr. Bodenheimer vor, den ich noch einmal wiederhole. (Verliest den Antrag.) Wer für diesen Antrag ist, erhebe die Hand. Ich bitte die Herren Schriftführer, genau zu zählen. (Großer Lärm. — Rufe: LT ebersetzen!) Meine Herren! Wir stehen jetzt in der Abstimmung. Ich bitte die Herren, ihre Plätze einzunehmen. (Erneue Rufe: Uebersetzenl) Ja, meine Herren, soll man denn jeden Antrag dreimal übersetzen? Wir haben den Antrag ins Russische und Englische übersetzt. Nun ist meine Frage: wer für den Antrag ist, erhebe die Hand. Das ist doch klar. (Andauernder Lärm. — Präs. gibt unausgesetzt das Glockenzeichen.) Es wird daran gezweifelt, daß alle Delegierten den Antrag verstanden haben. Insbesondere die russischen Herren verlangen eine Uebersetzung. (Lauter Widerspruch.) Die Herren erklären, daß sie nicht wissen, um was es sich handelt. Ich werde daher den Antrag übersetzen lassen. (Andauernder Lärm. — Rufe: Das wollen sie ja gar nicht!) Aber ich bitte, meine Herren! Herr Dr. Scheinkin, was haben Sie verlangt? Herr Belkovsky, was haben Sie verlangt? Doch, daß übersetzt werde! (Zustimmung.) Del. Mclamed: Ich bitte, daß diese Resolution geteilt werde in einen prinzipiellen Teil und einen meritorischen Teil. (Spricht russisch weiter.) Präs. Wolffsolm: Das geht nicht. Herr Dr. Tschlenow, lesen Sie jetzt den Antrag russisch vor. Del. Dr. Tschlenow (verliest den Anü*ag in russischer Sprache.) Del. Dr. Bentwicli: Ich beantrage, daß über diese Resolution getrennt abgestimmt werde. Präs. Wolffsolm: Mr. Bentwich, bei uns auf den Kongressen war es bis jetzt Sitte, daß ein Delegierter, wenn er das Wort haben wollte, es verlangt hat. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wer also für diesen Antrag ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte die Herren Schriftführer, genau zu zählen. (Nach erfolgter Aufzählung): Ich bitte um die Gegenprobe! Zählen! (Nach erfolgter Gegenprobe): Der Antrag ist mit 130 gegen 102 Stimmen angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. — Großer Lärm.) Del. Bentwich (zur Geschäftsordnimg): Das Verhältnis der Zahlen der für und gegen Stimmenden erscheint mir unsicher. Es haben 130 gegen 102 gestimmt, und diese Zahlen kommen einander so nahe, daß ich die

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