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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 206

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 206 (sequence 204)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2781-3478921
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— 206 — änderung durchzuführen (hört, hört!), und da vertrete ich den Standpunkt: der Kongreß ist nicht in der Lage, die Schwierigkeiteji zu übersehen, welche sich einem solchen Verlangen entgegenstellen können. Der Kongreß besitzt nicht in seiner Gesamtheit, im Plenum, die nötige Fachkenntnis, da ja sogar die Juristen in England über diese Frage nicht einer und derselben Meinung sind. Wir können eine solche Frage nicht von einer Versammlung von 300 bis 400 Mitgliedern entscheiden lassen. Dann müssen wir endlich aufhören, die Saat des Mißtrauens zu säen, die uns hindert, unsern Führern freie Hand zu lassen und ihnen volles Vertrauen zu schenken. Was wir ihnen vorschlagen, ist ja gar nicht einmal, daß sie diese Frage dem jetzigen E. A. C. anvertrauen sollen, sondern wir legen diese Frage ganz in ihre Hand. Wählen Sie die Männer Ihres Vertrauens in das E. A. C, und diesen Männern Ihres Vertrauens vertrauen Sie diese schwierige Frage an. Die sollen die Verantwortung tragen vor dem Kongreß, die sollen Fachleute zuziehen, auch diejenigen, welche der Kongreß bestimmen wird. (Zustimmung.) Was wollen Sie also mehr? Welche größere Sicherheit können Sie verlangen für die Durchführung des Planes? Aber ich warne Sie vor einem: es gibt Leute, die sich von Schwierigkeiten überhaupt nicht zurückschrecken lassen wollen, die sagen, das Prinzip steht über der Wahrheit, die sagen: „Fiat justitia, pereat mundus! Recht soll werden, und wenn auch darüber die Welt zugrunde geht." (Sehr richtig!) Ich' erwarte von einer Versammlung ernster Männer, daß sie nicht auf diesem Standpunkt stehe, ich erwarte von Ihnen, daß Sie sich sagen, daß es gewisse Schwierigkeiten sowohl juristischer als finanzieller Natur geben kann, welche verhindern, das Prinzip ä tout prix durchzuführen. Bedenken Sie doch, welche Verantwortung Sie dem A. C. auferlegen, wenn Sie verlangen, daß das A. C. um jeden Preis die Statutenänderung durchsetzen soll. Dann würde ja das E. A. C. auch die Verantwortung dafür übernehmen müssen, daß unsere Bank, das solideste Fundament der Bewegung, einen ernstlichen Schaden leide. (Beifall.) Meine Damen und Herren! Ich komme zum Schluß. Es kann im Kongreß über das Prinzip meines Erachtens kein ernster Streit sein. Es ist nicht so, daß auf einer Seite die blaue und auf der andern Seite die weiße Farbe vertreten ist. Wir alle vertreten die blauweiße Farbe. (Lebhafte Zustimmung.) Nur daß bei einem der blaue Streifen breiter gearbeitet ist und bei den andern der weiße. Das ist der ganze Unterschied. Aber es ist die blauweiße Flagge des Zionismus, und wenn Sie unsern Führern auch in dieser Frage volles Vertrauen schenken, dann wird dieser Beschluß, den wir heute fassen, ein Fels sein, auf den sich die zionistische Bewegung immer stützen kann. Ein Fels, der dem Felsen auf dem Berge Zion gleicht, von dem das Licht ausgegangen ist über die ganze Welt. (Lebhafter Beifall.) Präs. Wolffsolin: Das Wort hat Herr Dr. Halpern. Darf ich an Sie die Bitte richten, sich kurz zu fassen? Generalredner Dr. Halpern (Stanislau): Meine Damen und Herren! Herr Direktor Greenberg hat heute gesagt, daß merkwürdigerweise alle

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