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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 186

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 186 (sequence 184)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2761-3478901
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— 186 — ist, wenn wir zielbewußt auftreten und der Welt gegenüber unsere Verpflichtung einlösen. Ist das eine Schädigung des moralischen Ansehens des Zionismus? (Lebhafter Beifall.) Ich glaube, das erste, was wir uns und der Welt gegenüber schuldig sind als eine zielbewußte nationale Bewegung ist, unseren Charakter zu wahren, unser Wort treu einzulösen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wenn ich mich recht erinnere, hat seinerzeit die Formulierung dieser Paragraphen zusammen mit der Legalisierung des Trusts mehrere tausend Pfund gekostet. Ich kann ja korrigiert werden, wenn ich darin unrecht habe. Was haben aber bis jetzt die Kosten betragen, was war das Resultat vor dem Richter, welche weiteren Kosten können wir haben, welche Gefahren haben wir zu befürchten und welches sind die Aussichten des Prozesses? Bisher — ich bin nicht ganz genau unterrichtet, ich gehöre ja nicht dem .Direktorium an, aber die Herren können mir widersprechen, wenn ich unrechte Ziffern anführe —, bisher haben alle Kosten zusammen weniger als 2000 Pfund betragen. Ist das wahr? Ich bitte um Antwort. Del. Dn Katzeneisolm: Es sind bisher 1500 Pfund Kosten auf , unserer Seite und 6—700 Pfund auf Seiten der Gegner. Del. Dr. Gaster: Ich sagte, ungefähr 2000 Pfund. Ich sehe, ich habe mich um 100 Pfund geirrt, wenn wir die 600 Pfund der Gegner zu zahlen haben sollten. Doch ich komme auf diese Frage noch zu sprechen. Wieviel werden die Kosten noch betragen? Nehmen wir an, wir werden den Prozeß in der ersten Instanz verlieren, was, wie ich zeigen werde, ganz unmöglich ist. Wir werden verlangen, daß der Urteilsspruch des Richters hier vorgelegt werde. (Beifall.) Ich spreche nur von absoluten Tatsachen. Was werden die^ Kosten betragen, wenn wir die Sache bis zur letzten Instanz, also bis ans House of Lords führen und den Prozeß verlieren und alle Kosten tragen müssen? Höchstens 1000 bis 1500 Pfund. (Lebhafter Widerspruch.) Ein Freund aus der Ecke dort ruft, es werde mehr kosten. Präs. Wolffsohn: Ich bitte, Herr Dr. Gaster, sich nicht an die Zwischenrufer zu kehren. Del. Dr. Gaster: Es ist ein wichtiger Punkt, denn es handelt sich um eine Legende, die im Volke verbreitet wurde und durch die man das Volk erschreckt hat. Man hat überall verbreitet, es werde 10-, 15-, ja 20000 Pfund kosten; ich habe es als meine Pflicht angesehen, mich genau zu erkundigen, bei den besten Quellen, was das vielleicht noch kosten werde, welche Gefahr die jüdische Nation oder die zionistische Bewegung laufe, wenn sie, ihrer Pflicht getreu, die Sache bis vor die letzte Instanz, das House of Lord bringt und den Prozeß verliert. Meine Damen und Herren! Höchstens 1000 oder 1500 Pfund. (Lebhafte Zwischenrufe.) 2000 Pfund sind also sowieso zum Fenster heraus und jetzt müssen wir uns vor der Welt um 1000 Pfund zanken! 1000 Pfund oder 1500 Pfund, das ist eine solch gewaltige Summe, daß der Nationalkongreß der Juden sich erschreckt, das durchzuführen und 1000 Pfund zu zahlen! Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Meine Herren, ich habe den äußersten Fall der Möglichkeit angenommen, daß wir verlieren. Aber liegt denn diese Möglichkeit überhaupt vor? Mr. Zangwill hat nach dem stenographischen Bericht, der mir vorgelegen hat, den Richter folgendermaßen gefragt: Ja, wenn wir verurteilt werden sollen, diese Summen zu bezahlen, dann entsteht eine Schwierigkeit für das jüdische Volk, und wir haben doch nicht die Mittel, den Prozeß unendlich weiterzuführen. Der Richter hatte nämlich den Vorschlag gemacht, durch Annoncen in den Zeitungen allen Shareholders in allen Teilen'der Welt von dem Beschlüsse Kenntnis zu geben und ihnen die Möglichkeit zu geben, dafür oder dagegen ihre Stimmen einzuschicken. Darauf hatte Herr Zangwill die oben zitierte Frage vorgelegt. Die Antwort des Richters lautete folgendermaßen: Sie sind

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