Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 164)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 166 — daß ich vielleicht noch einige Worte dem bisher Gesagten hinzufüge. Sie werden aus dem Vorgeführten ersehen können, daß die Opposition alles Mögliche tut, um uns die Sache z;u erschweren, die Kosten zu vergrößern und die ganze Angelegenheit in die Länge zu ziehen. Die Opposition scheint hierbei von dem alten Prinzip auszugehen: Wenn es nicht geht, daß wir die Gelder für unsere Zwecke verwenden, dann sollt ihr anderen es auch nicht tun dürfen. Sie sprechen wie die unechte Mutter: „Man soll es zerschneiden!" Wir sind aber; die echte Mutter des Kindes, das Kind ist Fleisch von unserem Fleische, Blut von unserem Blute, und wir müssen es uns daher sehr überlegen, ob wir es soweit kommen lassen sollen, daß wir den Ast absägen, auf dem wir sitzen, daß wir die Hoffnung: aufgeben, auf die wir so viel gebaut haben, die so viele Opfer und Anstrengungen gekostet hat und die bestimmt ist, unserem so hehren Zwecke zu dienen. (Beifall.) Meine Damen und Herren! Sollen wir uns wirklich daziu bereit finden lassen, unser Kind, unsere Schöpfung dafür aufzugeben, damit wir das 'Geld für xAdvokaten und Gerichtsspesen verteilen? Man wird uns wahrscheinlich sagen, daß der Gegner durch ein Aufgeben des Prozesses einen großen Triumph erleben werde. Meine hochverehrten Damen und Herren! Ich glaube, das wird ein Pyrrhussieg sein; denn gerade durch ein solches Vorgehen unserseits wird vielen deutlich werden, wem die Sache am Herzen liegt, wem sie teuer ist. Ich spreche hier vom rein kaufmännischen Standpunkt aus; ein Kaufmann sieht immer, was er auf der einen 'Seite für ein .„Soll" und auf der anderen §eite für ein „Haben" hat. Was für ein „Soll" wir auf der einen Seite haben, ist klar: Tausende von Pfund an Gerichtsspesen. Was wir für eine „Habenseite haben, darauf werde ich noch später zurückkommen, abgesehen von dem Kostenpunkt. Man spricht von einer Un~ Wahrscheinlichkeit der Auflösung der Gesellschaft, man sagt, es sei nicht sicher, daß man der Minorität die Aktien werde auszahlen müssen. Allein schon bei einem bloßen Gedanken daran, daß unser Jewish Colonial Trust aufgelöst werden müßte, erzittert jedes Herz in unserer Mitte, und in diesem Moment sage ich: Genug! wir wollen nicht weiter. Und meine Herren! Wir haben ja übrigens eine Resolution, und diese Resolution ist bereits in das Statut aufgenommen worden; sie ist für das Direktorium bindend, und ich weiß nicht, warum Zweifel auftreten sollen, daß wirdaran etwas abändern könnten. Ich kann Ihnen, meine hochverehrten Damen und Herren, nicht allein in meinem Namen, sondern auch im Namen meiner Kollegen aus dem Direktorium versichern, daß diese schönen Worte, die hier oben stehen (Redner weist auf die an der