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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 154

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 154 (sequence 152)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2729-3478869
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— 154 — heran, die Oelbaumspende in eine feste Form z:u bringen, ihr eine juristisch brauchbare Unterlage z:u schaffen, denn die Oelbaumspende ist heute lediglich ein Zweckvermögen, welches dem Jüdischen Nationalfonds" anvertraut ist, ein Zweckvermögen, welches aber nicht unbedingt dem Zwecke des Nationalfonds entspricht. Bei der Frage der künftigen Administrierung des Nationalfonds wurden wir vor eine große Schwierigkeit gestellt. Es tauchte die Frage auf, ob wir das Land, das wir schon besitzen, verpachten oder in eigene Regie nehmen sollen. Für eine Verpachtung kamen verschiedene Bewerber in Betracht, aber keine palästinensischen Juden, keine jüdischen Arbeiter, wie angedeutet wurde, denn solche gibt es in Palästina noch nicht, die sich dazu drängen würden, Land des N.-F. zu pachten. (Del. Schenkin: Es gibt schon solche.) Dann wäre ich dankbar, wenn an den N.-F. diese Frage praktisch herantreten würde. Bisher hat sich noch kein Palästinenser beworben., Dagegen haben wir Gesuche von jüdischen Landbauern in Cherson erhalten, ebenso von kaukasischen Bergjuden und einem Vereine in Rumänien, der eine Siedelgung projektiert hat . Wir haben inf olge dieser Anträge einen in Odessa ansässigen Gesinnungsgenossen, den Agronomen Sußmann, beauftragt, mit den; Chersoner Bauern sich in Verbindung zu setzen und festzustellen, ob sie geeignet und gewillt sind, auf Palästinabesitz sich anzusiedeln, wovon bloß Duleika und Um el Djuni in Betracht kamen. Die Gutachten, die über diese Frage eingeholt wurden, widersprachen sich durchaus. Unser Vertreter, Herr Assessor Ruppin, erklärte sich gegen die Verpachtung,, indem er uns empfahl, eine eigene Administration der Nationalfondsländereien in Palästina einzurichten. Demgegenüber steht die Meinung der A. P. C, welche den Standpunkt vertritt, daß die Administration das schlimmere von beiden Uebeln sei, indem die Administration in keiner anderen Weise gehandhabt werden könne, als wie sie von den bisherigen großen Organisationen in Palästina gehandhabt worden sei, und die Erfahrung hat gezeigt, daß diese Administration viel zu kostspielig ist, als daß wir vom Nationalfonds die Verantwortung dafür übernehmen könnten, eine solche für unsere immerhin noch sehr geringfügigen Ländereien einzurichten. Es ist auch der Gesichtspunkt geltend gemacht worden, daß weder die Verpachtung noch die eigene Regie angezeigt ist. Es wird der ganzen Schlauheit eines neuen Odysseus bedürfen, um so das Schiff des N.-F. einerseits zwischen der Skylla der Verpachtung und der Charybdis der eigenen Administration hindurchzuleiten. (Sehr gut!) Wenn ich nun zu einer kurzen Darlegung des Vermögens-

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