Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 151)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 153 — der für das Grundstück ausgelegt wurde ... Es gibt nun aber doch eine Möglichkeit, eine größere Sicherheit zu beschaffen, und ich glaube, diese Frage dürfte alle diejenigen interessieren, welche dafür eintreten, daß Grund und Boden für den Nationalfonds in Palästina in absehbarer Zeit erworben wird. Es ist nämlich möglich, daß der Besitztitel auf den einen Namen eingetragen wird und eine Hypothek zugunsten einer anderen Person, und auf diese Art ist immerhin eine gewisse Sicherheit für den Nationalfonds geschaffen, so daß er, wenn auch nicht direkt, so wenigstens indirekt Besitz von Grund und Boden in Palästina erwerben kann. Ich habe aber bereits die Ehre gehabt, vor dem Direktorium des N.-F. und der Generalversammlung desselben auszuführen, daß von Fall zu Fall erwogen werden muß, ob die Sicherung im einzelnen Falle genügend ist, daß der Nationalfonds diese große Verantwortung übernehmen kann, Grund und Boden in Palästina zu erwerben, bezüglich der Erwerbung von Grund und Boden, bezüglich der Besiedelung des Landes mit Ackerbauern, bezüglich der Möglichkeit der Verpachtung von Ländereien. Wir haben sodann, um alle einschlägigen Fragen festzustellen, den Herrn Assessor Dr. Ruppin, einen Nationalökonomen und Juristen, einen Mann, der eine hervorragende praktische Fähigkeit besitzt, nach Palästina entsandt, um uns eingehenden Bericht über alle schwebenden Fragen zu erstatten. Ich kann hier den Inhalt dieser Berichte nicht anführen, aber es ist vielleicht im Laufe meiner kurzen Erörterung noch möglich, auf einen oder den anderen Punkt zurückzukommen. Leider ist eine kleine Unterbrechung in dieser Berichterstattung eingetreten, indem unser Vertreter zurzeit leidend und krank in Jaffa darniederliegt. Wir wollen hoffen, daß er bald gesund und frisch im Dienste des N.-F. wieder an die Arbeit gehen kann. Wir haben sodann dem Landmesser Herrn Treidel den Auftrag gegeben, die Liegenschaftskarte zu vervollständigen, von der unser verehrter Herr Prof. Warburg bereits gesprochen hat. Nur ein Wort über die Bedeutung dieser Liegenschaftskarte. Diese Karte gibt uns die Möglichkeit, mit einem Blick zu übersehen, wie die Besitzverhältnisse der einzelnen Nationalitäten, Kirchen, Gemeinden und Personen, der Dorfgemeinden und Großgrundbesitzer in Palästina liegen. Wir sind auf diese Art und Weise in der Lage, mit einem Blick zu übersehen, wo eine Arrondierung des Besitzes des Jüdischen Nationalfonds möglich und wro eine solche wünschenswert ist. Sodann mußten wir uns mit der Errichtung der Administration befassen. In allererster Linie trat an uns die Frage