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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 144

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 144 (sequence 142)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2719-3478859
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— 144 — nicht für die palästinensischen Verhältnisse; für uns heißt es nicht mehr, die Entwicklungsmöglichkeiten zu studieren und ihre Resultate zu veröffentlichen, sondern wir müssen die Grundsteine der Organisationen selbst legen und dann aufs energischste dafür agitieren, daß Privatleute darauf weiter bauen. (Lebhafte Zustimmung.) Die Palästinisten wollen nicht die politischen Bestrebungen des Zionismus durch wirtschaftliche Arbeit vor Erlangung des Charters ersetzen, sondern sie halten eine Bearbeitung und Vorbereitung des Bodens für eine spätere diplomatisch-politische Aktion für notwendig. Sehr richtig formuliert der Schreiber des Artikels „Zehn Jahre Zionismus", Rektor Eberhard, in dem letzten Heft der deutschen Monatsschrift „Grenzboten" diese Aufgabe, indem er schreibt: „Das Ziel dieser Arbeit ist einerseits, den Komplex von Bedingungen zu schaffen, der für eine natürliche, stets wachsende Einwanderung nötig ist, anderseits, den jüdischen Massen einen entsprechenden Einfluß auf das kulturwirtschaftliche und soziale Leben in Palästina zu sichern. Keins der beiden Ziele benötigt als Grundlage des Charters. Der Charter schafft überhaupt nicht als solcher Bedingungen für eine jüdische Masseneinwanderung. „Eine Großkolonisation wird nicht gemacht." Es liegt viemehr in ihrem Wesen, daß sie mit einer systematischen Tätigkeit von bescheidenem Umfange beginnt, und, von den natürlichen Bedingungen des Kolonisationsgebietes begünstigt, fortdauernd den Boden für eine Massensiedlung schafft. Das ist eine Erkenntnis, die sich aus der. iBetrachtung der Geschichte der großen Wanderungen und Siedlungen in sie aber sgaen zu sollen, daß sie die Ansicht vertritt, der den letzten Jahrhunderten ergibt. Und daß dieser Erkenntnis zufolge nun auch in Palästina eine der Wirklichkeit entsprechende Kolonisationsmethode eingeschlagen ist, eröffnet für den Zionismus verheißungsvolle Aussichten." Dasselbe, was der Staat in jedem von der Kolonisation erschlossenen Lande tut oder tun sollte, das müssen wir auch nach unseren bescheidenen Kräften in Palästina zu tun versuchen. Grundfalsch ist es, stets zu denken, dies oder jenes gehe über unsere Kraft; wenn wir nur wollen und jeder mit einspringt und hilft, nicht nur in Wort und Schrift, sondern; je nach seinen Kräften, durch Handlungen und pekunäre Unterstützung, so werden wir staunen, in wie kurzer Zeit überall neues Grün aus dem anscheinend verbrannten Boden Palästinas hervorsprossen, und in wie wenigen Jahren das Land in kommerzieller, industrieller und kultureller Beziehung einen ungeahnten Aufschwung nehmen wird. Dann ist die Zeit ge-

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