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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 142

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 142 (sequence 140)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2717-3478857
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— 142 — am billigsten über Odessa fahren, wenn nicht vielfach erhebliche Paßschwierigkeiten an der russischen Grenze beständen; daher ist ihnen in der Regel zu empfehlen, über Wien-Triest zu fahren, von wo sie durch Vermittlung der zionistischen Zentrale Plätze für 60 Frs. bis Jaffa erhalten. Die Rumänier werden naturgemäß am einfachsten über Constanza reisen. Es ist aber darauf aufmerksam zu machen, daß die Arbeitsmöglichkeiten in Palästina zurzeit noch geringe sind, und daß zwar ländliche Arbeiter und gewisse Arten von Handwerkern, namentlich vom Baufach, gesucht sind, daß ihnen aber keine volle Beschäftigung das ganze Jahr hindurch garantiert werden kann, da die ländlichen Arbeiter meist im, Herbst nach der Ernte auf einige Monate beschäftigungslos sind, während die Bauhandwerker in der trockenen Sommerzeit in Jerusalem nur schwer Beschäftigung finden. Es ist aber anzunehmen, daß der „Bezalel" schon bald arbeitswilligen Leuten durch Hausindustrie resp. Kunstgewerbe die Möglichkeit gewähren wird, auch diese Zeit beschränkter oder gänzlich fehlender Arbeit in ausreichender Weise auszunützen. Zum Schluß seien einige Bemerkungen allgemeiner Natur gestattet. Der Palästinakommission kommt es nicht zu, die allgemeine Politik des Zionismus zu kritisieren. Soviel glaubt sie aber sagen zu sollen, daß sie die Ansicht vertritt, der Zionismus wird palästinistisch sein, oder er wird nicht sein. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ohne eine sichere wirtschaftliche Unterlage in Palästina ist und bleibt auch der politische Zionismus ein Kartenhaus. (Zustimmung.) Jüdischnationale Bewegungen sind natürlich auch ohne Palästinismus denkbar, Zionismus nicht. (Lebhafter Beifall.) Daher wird der Palästinismus immer mehr in den Vordergrund der zionistischen Bewegung treten müssen, mindestens aber kann er Gleichberechtigung verlangen gegenüber den anderen im Zionismus vertretenen Richtungen. Wie aus der finanziellen Lage der Palästinakommission, die wir oben geschildert haben, hervorgeht, war diese bisher das Aschenbrödel der Partei. Trotz der Beschlüsse des letzten Kongresses wurden erst aus den Eingängen alle anderen Ressorts gespeist, Bureau, „Welt", Agitation, Reisen usw., so daß für die Palästinakommission so gut wie nichts übrig blieb. Es ist die Aufgabe dieses Kongresses, hierin Wandlung zu schaffen. Die Palästinakommission schlägt daher vor, daß 25o/o der Einnahmen der zionistischen Zentrale für das Palästinaressort reserviert werden. Da der Schekel bei dem jetzigen Stand der Partei in seiner jetzigen Höhe aber nicht einmal genügt, um die notwendigen Parteispesen, sowie die Kongreßkosten zu decken, so ist die Palästinakommission für eine Ver-

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