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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 141

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 141 (sequence 139)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2716-3478856
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— 141 — x^dministration genügend vorzubereiten ist und erst dann einer Arbeitergenossenschaft in Erbpacht überwiesen werden sollte, vorausgesetzt, daß eine solche genügend Betriebskapital für eine rationelle Bewirtschaftung gesammelt und dasselbe bei der Bank deponiert haben wird. Eine umfangreiche Korrespondenz mit Föderationen, Ortsgruppen und Einzelpersonen wurde seitens der Palästinakommission gepflegt, namentlich bezüglich Emigrationsfragen nach Palästina sowie Kapitalsanlagen daselbst. Vor allem war es unser Bestreben, arbeitsame junge Leute dazu anzuregen, Gelder zu sammeln resp. zurückzulegen, um auf genossenschaftlicher Basis in Palästina Orangen- und andere Fruchtplantagen zu begründen. Junge Leute, die über ca. 2800 M. verfügen, können sich nämlich, wenn sie sich genossenschaftlich organisieren, für die Zukunft ein auskömmliches Besitztum in Palästina schaffen, und in der Zwischenzeit, d. h. bis zur Ertragfähigkeit der Pflanzungen, durch landwirtschaftliche Arbeit in den Kolonien ihren Unterhalt verdienen. Sehr bedeutend war natürlich auch die Korrespondenz mit Palästina, sowohl, um Auskunft zu erteilen, als auch um Auskunft ziu erhalten oder zu vermitteln. Wenn die noch ziemlich neue Institution der Auskunftbureaus in Palästina sich erst mehr entwickelt und größere Erfahrungen gesammelt haben wird, so wird auch der Auskunftdienst betreffs Palästinas in Europa sehr erleichtert werden. Was die Auswanderung nach Palästina betrifft, die übrigens nur Leuten mit genügendem Kapital oder jungen, sehr anspruchslosen Arbeitern anzuraten ist, sowie solchen Fachleuten, die nach Erkundigung beim Auskunftsbureau in Jaffa gerade gewünscht werden, so wird sie sich naturgemäß im großen ganzen über Odessa bewegen müssen. In Odessa werden daher vor allem die Auskünfte über Palästina vereinigt und die Auswanderer, soweit möglich, mit Rat und Tat unterstützt werden müssen. Trotzdem glauben noch immer Auswanderer aus Russisch-Polen und Galizien, über Berlin reisen zu sollen, in der irrigen Annahme, dort auch pekunare Reiseunterstützung zu finden. Trotz der Ermäßigungen, welche der Oesterreichische Lloyd der zionistischen Zentrale in Wien gewährt, kostet aber die Fahrt Berlin-Jaffa mindestens 83 M., während die Ueberfahrt Odessa-Jaffa bei der dem Odessaer Komitee bewilligten Ermäßigung nur 12 Rubel (also ca. 25 M.) kostet. Da in Rußland auch die Eisenbahnfahrten überaus billig sind — kostet doch die Strecke Wilna-Odessa nur 6 Rubel — und da die für Reisen nach Palästina genügenden Polizeipässe nur 1/2 Rubel kosten, so ist es klar, daß Russen stets am billigsten über Odessa fahren. Auch die Galizier würden wohl

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