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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 139

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 139 (sequence 137)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2714-3478854
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— 139 — Um aber auch die kleinen Interessenten für agrarische Unternehmungen in Palästina zu interessieren, sollte man außerdem versuchen, im Anschluß an den Jewish Colonial Trust eine auf £-Shares basierte Gesellschaft zu begründen, die sich im wesentlichen mit den schon erprobten landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie Orangen,, Mandeln, Olivenkultur usw. zu befassen haben würde, wobei Mißerfolge bei umsichtiger Leitung so gut wie ausgeschlossen sind. Der Zukunft muß es überlassen bleiben, große Land- und Zucker- resp. Land- und Baumwollgesellschaften zu begründen, wozu natürlich, da es sich hierbei um Irrigationsanlagen handelt, bedeutende, jedenfalls wohl mehrere Millionen betragende Kapitalien erforderlich sind. Haben wir durch die obigen Gesellschaften den Beweis erbracht, daß wir zu organisieren vermögen, so dürfte es auch gelingen, die zwar größeren, aber auch weit bedeutendere Profite versprechenden Landgesellschaften zusammen zu bringen. Was den sog. Palästina verein betrifft, dessen Bildimg von der Palästinakommission zwar angeregt worden ist, für den aber, um den anderen Organisationen nicht zu schaden, keine Propaganda entfaltet wurde, so ist die Absicht, durch diesen Verein vor allem kulturelle Arbeiten in Palästina ins Leben z,u rufen; der Palästinaverein ist berufen, Projekte, wie die Nationalbibliothek, das Nationalmuseum, die Malariabekämpfung zu realisieren, das Schulwesen in Palästina in nationalem Sinne zu organisieren, wissenschaftliche Forschungen zu unterstützen resp. anzuregen usw. Der Verein ist bisher über die Sammlung eines ganz bescheidenen Fonds nicht herausgekommen, und er hat sich auch noch nicht regelrecht organisiert. Falls der Verein erst regelrecht begründet sein wird, so dürfte er sich bei tatkräftiger Leitung bald zu einem Mittelpunkt aller Palästinisten, sowohl der zionistischen als auch der Chowewe-Zion, entwickeln. Von sonstigen Arbeiten ist vor allem das Eintreten der Palästinakommission für die Oelbaumspende und den Herzlwald zu erwähnen, Institutionen, die ja auch ihren Ursprung der Initiative der Kommission verdanken. Es ist erfreulich, daß im letzten Winter schon der erste Oelbaumhain (bei Chedera) gepflanzt werden konnte, während die Absicht besteht, die Anlage des Herzlwaldes bei Chulda, und in der Nähe der jüdischen Kolonien Ekron und Rechoboth, nahe bei Ramleh an der Bahn Jaffa-Jerusalem schon in diesem Winter zu beginnen. Wenn auch die hierzu gestifteten Bäume leider noch bei weitem nicht die nötige Zahl von 10 000 erreicht haben, so sind doch schon genügend Gelder vorhanden, um die Anpflanzung der ganzen Fläche wenigstens beginnen zu können,

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