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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 138

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 138 (sequence 136)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2713-3478853
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— 138 — Reservefonds zugeteilt werden und demnach das Vermögen der Genossenschaft vergrößern. Der Wunsch des Komitees geht dahin, die Genossenschaft bezüglich der Verwaltung dem Jewish Coloiiial Trust anzugliedern, und es wird Sache der englischen Juristen sein, gemeinsam mit dem Board des J. C.T. hierfür die Modalitäten festzustellen. An die viel wichtigere Begründung des Palästina- Agrarfonds konnte die Palästinakommission deshalb nicht herantreten, da die letzte Jahreskonferenz das engere Aktionskomitee mit der Ausarbeitung dieses Projektes betraut hat. Die Palästinakommission legt aber Wert darauf, auch hier wieder zu betonen, daß sie die Schaffung eines gesunden und billigen Agrarkredits für die momentan bei weitem wichtigste Aufgabe der praktischen Palästinaarbeit ansieht und jede Verschleppung dieser bedeutungsvollen Angelegenheit im Interesse der Erreichung der Endziele unserer Bewegung für außerordentlich bedauerlich halten würde. Weiche vorzüglichen Erfolge man auf diese Weise erreichen kann, erkennen wir an den sich schnell vermehrenden deutschen Siedelungen in Palästina, in Wilhelma, Betlahm in Galiläa und Amm el Amad zwischen Haifa und Nazareth, die im wesentlichen durch in Württemberg aufgebrachte Fonds, speziell der „Stuttgarter Gesellschaft zur Förderung deutscher Ansiedelungen in Palästina", begründet werden. Was die kleine Templergemeinde und der immerhin an Zahl und Mitteln beschränkte evangelische Verein vermag, das sollte die gesamte Judenheit doch mit Leichtigkeit zustande bringen. Die Palästina-Agrikultur -Gesellschaft, welche durch rationellen Großbetrieb neue verbesserte Methoden der Landwirtschaft resp. neue Kulturen einführen soll, ist noch nicht über das Stadium der Vorbereitung hinaus. Wir hätten vielleicht schon den nötigen Fonds beisammen, wenn wir uns mit Aufforderung für kleinere Beiträge an die große Masse gewandt hätten; wir scheuten aber, die Verantwortung auf uns zu nehmen, angesichts der bei vielen vorhandenen Abneigung gegen großkapitalistische agrarische Unternehmungen in Palästina. Zweifellos würde von den Gegnern dieses Systems jeder Fehler, der gemacht worden ist — und an Kinderkrankheiten wird es diesem Unternehmen gewiß nicht fehlen, ausgebeutet werden, um die Unternehmung zu verurteilen, was bei den kleinen Zeichnern leicht Beunruhigung hervorrufen könnte. Wir beabsichtigen daher dieses für eine schnelle Entwicklung der Landwirtschaft in Palästina nach unserer Ansicht unbedingt wünschenswerte Unternehmen, wenn irgend möglich, zuerst im engeren Kreise mit wenigen großen Anteilen zu beginnen.

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