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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 136

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 136 (sequence 134)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2711-3478851
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— 136 — er die Schule inspizierte, lautet recht befriedigend und günstig. Auch das von Prof. Schatz angelegte und vorläufig in den Räumen des Bezalel untergebrachte künstlerische, archäologische und naturhistorische Museum wird von allen Besuchern gerühmt und dürfte die Grundlage bilden für ein zukünftiges Nationalmuseum. Jedenfalls sollte jeder, der dazu in der Lage ist, das Museum schon jetzt mit Geschenken oder Legaten sachlicher oder materieller Natur bedenken. Als neue von der Palästinakommission in der Berichtsperiode ins Leben gerufene Organisationen sind vor allem der im vorigen Jahr gegründete „Pf lanzungs ver ein Palästina'' iund das in diesem Jahre begründete „Palästinain d u s t r i e - S y n d i k a t" zu erwähnen. Der Pflanzungsverein soll jedem Juden der Welt die Möglichkeit und die Anregung geben, durch Einzahlung von 100 Frs. resp. Kronen (80 M., 40 Rubel, 20 Dollan, 4 Pfd. St.) der nominelle Besitzer eines kleinen ha (1 Dunam) betragenden Fruchtgartens in Palästina zu werden, von dem er lebenslänglich jedes Jahr eine kleine Palästinagabe in Form von Landesprodukten (Mandeln, Rosinen, Oliven, Wein, Konserven, Orangen usw.) zugesandt erhält. Nach dem Tode des Besitzers gehen die Fruchtgärten in den Besitz des Vereins über, und die Erträge werden zu gemeinnützigen Zwecken verwandt. Da der ganze Besitz nur durch jüdische Arbeiter resp. Kolonisten bewirtschaftet wird, erscheint der Verein berufen zu sein, in Zukunft einen nicht unwichtigen Faktor der landwirtschaftlichen Kolonisation in Palästina auszumachen. 25 Vereinsmitglieder können schon durch ihre Beiträge eine in Palästina beschäftigte Arbeiterfamilie durch diese Nebenbeschäftigung bodenständig machen, 50 Mitglieder ermöglichen die volle Beschäftigung einer Familie auf den Vereinsländereien. Wir verdanken unserem .Gesinnungsgenossen Struck eine schöne Originalradierung, die nur für die Vereinsmitglieder bestimmt ist; die ersten 1000 Mitglieder erhalten je eine Radierung," die ersten 100 immerwährenden Mitglieder, d. h. diejenigen, die 10 Parzellen kaufen, die ersten numerierten und mit Unterschrift des Künstlers versehenen Drucke. Die ersten Anpflanzungen sollen in diesem Winter bei der Kolonie Rechoboth für den Verein in Angriff "genommen werden; ein dahin gehendes Uebereinkommen mit den Kolonisten ist schon getroffen worden. Es ist aber dringend erwünscht, daß noch recht viele neue Mitglieder in nächster Zeit diesem Verein beitreten, damit die erste Pflanzung gleich in Eindruck machender Größe geschaffen werden kann. Das P alä s t in a-1 n d us t r i e - S y n dik a t ist erst im vorigen Monat mit einem Grundkapital von 100 000 Mark als

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