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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 135

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 135 (sequence 133)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2710-3478850
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— 135 — in Palästina wenn nicht erscheinen, so doch im wesentlichen, redigieren zu lassen. Wir kommen jetzt zu den organisatorischen Arbeiten der Palästinakommission. Je weniger die Kommission infolge ihrer finanziellen Lage imstande war, eigene Arbeiten auszuführen, um so mehr fühlte sie die Verpflichtung, die Grundlage für selbständige Organisationen zu bilden, solche zu begründen, zu leiten resp. zu beraten. Die Beratung erstreckte sich vor allem auf die Palästina- Handelsgesellschaft in Hamburg, die infolge einer Zahlungseinstellung eines Kunden in Griechenland eine Krisis durchzumachen hatte. Sie ist jetzt in einer Umwandlung begriffen, die hoffentlich dazu führen wird, daß das Hauptzentrum der Gesellschaft nach Palästina selbst verlegt werden wird. An der Leitung ist die Kommission beteiligt bei der Kunstgewerbeschule „Bezalel", die ja unter der hingebenden Leitung von Professor Schatz (die Versammlung erhebt sich und bereitet Prof. Schatz eine stürmische Ovation) recht erfreuliche Fortschritte macht und schon über 70 Personen dazu verhelfen hat, auf ehrliche und arbeitsame Weise in Jerusalem ihr Brot <zu verdienen. Namentlich die Ausbildung in der Steinhauerarbeit macht schnelle Fortschritte, schon 42 Steinhauer und 3 Maurer sind soweit ausgebildet, daß sie tagsüber in den Steinbrüchen und Bauten 1,20 bis 1,50 Frs. täglich verdienen, während sie sich abends in der Schule noch weiter im Zeichnen ausbilden. Aber auch die Teppichabteilung ist nicht mehr weit davon entfernt, ausgebildete Schülerinnen entlassen zu können; schon jetzt finden 25 Schülerinnen älteren Jahrganges dieser Abteilung, lauter zehn- bis fünfzehnjährige Mädchen, ihr Brot durch Teppichknüpfen in der Schule, und es liegen schon Bestellungen für mehrere Tausend Francs vor. Ebenso hat die Kunstfärberei und Giepsgießerei manchen Familien zum Lebenserwerb verholfen, während die Spinnerei vor allem älteren, sonst erwerbsunfähigen Frauen einen kleinen Verdienst gewährt. Für den Winter ist die Einführung der Holz- und Metallbearbeitung geplant. In dem berühmten Maler Hirszem berg glaubt der Bezalel eine hervorragende Lehrkraft gewonnen zu haben. Vor' allem ist es aber nötig, daß die Schule endlich ein geräumigeres eigenes Haus bezieht, wozu ihr ja die Mittel seitens des Nationalfonds leihweise zur Verfügung gestellt werden sollen. Auch in nationaler Beziehung wirkt der Bezalel recht günstig, und die hebräische Umgangssprache, welche für die neu Eintretenden in besonderen Kursen gelehrt wird, ist das gemeinsame Band sämtlicher Schüler. Das kürzlich von Dr. Ruppin eingesandte Gutachten über die Schule, welches er dem A. C. erstattet hat, in dessen Auftrag

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