Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 132)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476270--2709-3478849- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 134 — Sodann beschäftigt sich die Palästinakbmmission momentan mit der Herstellung einer speziell für Schulen bestimmten hebräischen P a läs t ina w andkar t e, welche noch in diesem Herbst erscheinen soll; als Grundlage ist die bekannte Kiepertsche Wandkarte in verbesserter Auflage angenommen worden, die hebräischen Namen werden von bekannten Hebraisten und Palästinageographen eingetragen, die jüdischen Kolonien und sonstige Ergänzungen werden in Palästina eingefügt. (Lebhafter Beifall.) Die Zeitschrift „A11neu 1 and" hat ihren 3. Jahrgang vollendet und ist zu Beginn des Jahres unter dem Namen „Palästina" fortgesetzt worden. Trotz ihres mannigfaltigen und gediegenen Inhaltes ist es nicht möglich, dieselbe ohne Defizit erscheinen zu lassen, da wir streng darauf halten müssen, dieser Monatsschrift einen vornehmen, zwar populären aber doch wissenschaftlichen Charakter zu wahren, sowie alles Politische auszuschließen, und daher auch mit der Wiedergabe aktueller und interessanter Begebenheiten sowie von Nachrichten über Palästina viel vorsichtiger sein müssen, als die jüdischen resp. zionistischen Wochenblätter. Anderseits dürfen wir aber den Preis nicht zu hoch ansetzen, um auch den weniger begüterten Gesinnungsgenossen die Möglichkeit zu geben, auf die Zeitschrift zu abonnieren, und wir haben daher besonders für die Abonnenten zionistischer Blätter einen sehr billigen Preis festgesetzt. Wir haben uns ferner bemüht, die Zeitschrift auch in zwar nicht zionistischen, aber doch palästinafreundlichen Kreisen einzubürgern, und dies ist uns insofern gelungen, als sowohl der Esra in Deutschland wie auch der jüdische Kolonisationsverein in Wien auf eine große Anzahl Exemplare abonniert haben. Freilich wurde die Bedingung gestellt, daß wir den Namen Altneuland in Palästina umändern sollten, worauf wir um so eher eingehen zu müssen glaubten, als gerade diejenigen Zionisten, die auf den Herzischen Namen Altneuland besonderes Gewicht legten, unter den Abonnenten der Zeitschrift außerordentlich spärlich vertreten waren. Wenn auch der Absatz unter Zionisten noch bei weitem nicht so groß ist, wie er sein sollte, so gewinnt die Zeitschrift doch immer mehr Anhänger, auch in christlichen Kreisen, sowie in Palästina, Wir zweifeln nicht daran, daß, wenn es uns gelingt, die Zeitschrift noch einige Zeit in der bisherigen Weise durchzuhalten, sie sich immer mehr zu einem für die Gegenwart »und Zukunft wichtigen Faktor für die Wirtschaftsverhältnisse Palästinas entwickeln wird. Besonders hoffen wir, daß es bei dem Zuzug intelligenter Leute nach Palästina bald möglich sein wird, die Zeitschrift