Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 122)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 124 — Meine Herren! Wenn Sie ruhig sind, kommt der Schluß gleich. Sprechen Sie, Herr Dr. Pasmanik! Del. Dr. Pasmanik: Ich schlage Ihnen nicht bloß in meinem eigenen Namen sondern auch im Namen vieler meiner Freunde vor, unserm Herrn Präsidenten und dem engeren A. C. die Decharge zu erteilen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wir anerkennen die Schwierigkeiten, welche die Herren während dieser zwei Jahre gehabt haben, und deshalb erteile ich Ihnen nicht bloß formell, sondern aus vollem Herzen die Decharge. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Berichterstatter Sokolow: Geehrter, Kongreß! Es ist nicht meine Absicht . . . (Rufe: Ibrith!) .Vizepräs. Dr. Gaster: Order! Ich bitte, dem Redner die Freiheit zu geben, zu reden, in welcher Sprache er es vorzieht. Berichterstatter Sokolow: Geehrter Kongreß! Wir werden noch Gelegenheit haben, mehrmals Hebräisch zu sprechen. Ich glaube, die Zeiten sind vorüber, wo m'an es für gut hielt, mit der hebräischen Sprache zu demonstrieren.- Man spricht einmal Hebräisch, und bedient sich dann wieder anderer Sprachen. Wir dürfen hier keine sentimentalen Demonstrationen machen. Geehrter Kongreß! Es ist nicht meine Absicht, den Bericht des Zentralbureaus zu verteidigen; wollte ich mich ja beinahe, als Sie die Generalredner gewählt haben, Ihnen als Kandidat für die Kontraredner melden. Wenn Sie den Bericht aufmerksam lesen, werden Sie sich überzeugen, daß wir nicht zu den Zufriedenen gehören. Wir sind selbst unzufrieden, wir sind selbst der Ansicht, daß man vieles mehr und: besser machen könnte und sollte. Auf einen Punkt nur will ich Sie aufmerksam machen. Ich muß eine Verwahrung einlegen, und zwar nicht deshalb, weil ich mich etwa persönlich identifizieren kann mit dem Zentralbureau, das ein Institut repräsentiert und dessen Tätigkeit eine Zeitperiode umfaßt, für die ich nicht persönlich1 die Verantwortung übernehmen kann und für die es gar nicht erwünscht ist, daß, irgendeine Person die Verantwortung übernehme. Ich hätte es auch nicht übernommen, den Rechenschaftsbericht zu verlesen, wenn darin ein Kompliment für eine einzelne Person, den Präsidenten oder einzelne Mitglieder des Aktionskomitees enthalten gewesen wäre". Es wurde bemängelt, daß der Rechenschaftsbericht die Palästinareisen der Aktionskomiteernitglieder verzeichnet. Erinnern Sie sich der Zeiten, daß man uns sagte: „Alle Welt reist nach Palästina, nur die Juden tun es nicht. Ja, die arrmen Juden tun es, aber die reichen Juden zum geringsten Teile/' Nun ist eine Zeit gekommen, wo auch die reichen Juden nach Palästina zu reisen beginnen. Und es'ist auch eine Tatsache, daß ein'lebhafterer Zusammenhang besteht zwischen dem A. C. und Palästina, daß viele Mitglieder des A. C. Palästina besucht haben, und