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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 123

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 123 (sequence 121)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2698-3478838
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— 123 — der Zionismus hat einen genau vorgeschriebenen Weg, und Dr. Ehrenpreis hat recht, wenn er sagt, wir dürfen uns nicht zersplittern. Es gibt eine ganze Menge Mittel, aber das Hauptziel dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Wir haben in Brüssel unter dem Einflüsse der Pogrome und Massaker eine Konferenz veranstaltet. Wir waren uns wohl bewußt, daß diese Arbeit keine zionistische ist. Aber wir haben uns gesagt: Zionistisch ist sie nicht, aber sie ist jüdisch, und wir wollen sehen, ob wir etwas dabei erreichen können. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich möchte nur noch mit einem Worte die innere Politik berühren. Ich richte die Bitte an den Kongreß — und ich glaube, daß der Kongreß mit mir derselben Meinung sein wird — daß der Kongreß und die obere Leitung der zionistischen Organisation mit der inneren Politik der verschiedenen Länder nichts zu tun haben. (Lebhafter Beifall und Hört! Hört-Rufe!), daß er sich nicht damit beschäftigen kann und darf. Was die Zionisten zu tun haben, darüber brauchen wir hier nicht zu streiten; die Leitung selbst kann aber mit der Politik der verschiedenen Länder nichts zu tun haben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Eine- Diskussion darüber ist hier also überflüssig. Man macht uns immer Vorwürfe, wir aber geben die Vorwürfe zurück : Es gibt eine Arbeit, die Sie alle leisten können, das ist die Arbeit, Zionisten z,u werben. Ich verlange das Allereinfachste, indem ich absehe von den großen Zielen: Wenden Sie sich der ersten Arbeit zu, Zionisten zu werben, Schekel zu sammeln, und wenn Sie alle diese Pflichten erfüllen werden, werden Sie keine Gelegenheit haben, dem A. C. Vorwürfe zu machen. Wenn Sie die Mittel zur Verfügung stellen, wenn Sie arbeiten werden, wird auch das A. C. alle Arbeiten ausführen können, die Sie von ihm verlangen. Ich bitte Sie daher, erteilen Sie uns die Decharge! (Lebhafter, anhaltender Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Pasmanik (zur tatsächlichen Berichtigung): Meine Damen und Herren! Ich h#be das Wort zu einer kurzen tatsächlichen Berichtigung genommen. Ich habe hier nicht gesagt, Dr. Herzl hätte keine praktische Arbeit geleistet. Ich habe gerade im Gegenteil gesagt, weil Dr. Herzl konkrete Arbeit geleistet hat, weil er mit dem konkreten Vorschlage des Charterismus, als etwas Konkretes aufgefaßt, gekommen ist, eben deshalb hat' er so große Erfolge gehabt, und deshalb muß ich ganz entschieden dagegen protestieren, daß man mir die oben erwähnte Behauptung zuschreibt. (Lebhafte Zwischenrufe.) Vizepräs. Dr. Gaster: Sind Sie mit der tatsächlichen Berichtigung zu Ende? Del. Dr. Pasmanik: Herr Präsident, ich möchte noch einen Vorschlag machen. (Lebhafte Schlußrufe.) Vizepräs. Dr. Gaster: Order! Order! Order! (Erneute Schluß rufe.)

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