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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 122

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 122 (sequence 120)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2697-3478837
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— 122 — Schekeln gesammelt worden ist. Warum wenden Sie Ihren Rat nicht für sich an? Warum arbeiten Sie nicht -in Rußland, damit Sie Schekel bekommen? Warum sind die Schekel in Rußland so zurückgegangen, wo die meisten Zionisten und Juden leben. Man wendet ein: Wir haben Pogrome gehabt. Und ich erwidere, daß gerade dies die Zeit war, wo man Schekel sammeln konnte, ja, sie wurden auch gesammelt, aber man hat sie nicht uns geschickt. (Hört, hört!) Und da habe ich am allerwenigsten erwartet, daß man uns gerade von dieser Seite Vorwürfe machen werde wegen Dingen, woran wir in Wahrheit nicht schuld sind. Geehrter Kongreß! Man sprach viel vom engern A. C. Ich brauche nicht z.u wiederholen, was Sie ohnehin wissen, daß dessen Mitglieder fast in 7 Ländern wohnen, wie schwer es ist, einen Beschluß zustande zu bringen. Man macht milden Vorwurf, daß ich nicht tüchtig eingreife, daß ich nicht leite; dabei aber hat man, wie gesagt, ein örtlich so auseinander gerissenes A. C. gewählt und gleichzeitig den Vorschlag gemacht, in Berlin ein Bureau mit zwei Mitgliedern einzusetzen. Wenn man ein solches Vertrauen zu mir hat,- daß man von mir verlangt, daß ich führen soll, dann mußte man nicht damit beginnen, daß man sozusagen zwei Aufpasser nach Berlin zu schicken beabsichtigte — so war der technische Ausdruck dafür. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es sieht fast so aus, als ob ich ein Interesse daran hätte, alles in Köln zu haben. Ich bin gerne bereit, alles abzugeben, soweit es notwendig oder möglich ist, sobald ich sehen werde, daß an anderer Stelle gut gearbeitet werden kann. Wenn man aber Versuche, Experimente mit unserer Bewegung machen will, muß ich mich dagegen wehren, solange ich die Verantwortung habe. Was möglich ist, will ich bageben. Seit zwei Jahren betrachte ich es als meine Hauptaufgabe, jedes Institut vollständig zu machen; deshalb werde ich gerne dafür sein, ein Bureau zu schaffen in Berlin oder sonstwo. Dazu werden Sie immer meine Unterstützung finden. . (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Geehrter Kongreß! Lassen Sie mich nun zu einer kurzen Erwiderung der übrigen Redner, die gegen uns gesprochen haben, schreiten. Herr Trietsch sprach von der Brüsseler Konferenz. Dr. Loewe hat ihm eigentlich bereits die Antwort gegeben, und ich meinerseits möchte.nur die Erklärung abgeben: Es schien, als ob Herr Trietsch auf die Ito neidisch wäre. (Heiterkeit.) Geehrter Kongreß! Wenn die Ito etwas Gutes schaffen wird, so könnten wir uns nur darüber freuen. Aber zionistisch ist das nicht (lebhafter Beifall und Händeklatschen), mit dem Zionismus hat das nichts zu tun; denn

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