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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 120

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 120 (sequence 118)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2695-3478835
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— 120 — Sie schaffen, können wir ausführen. Damit wir aber neue Dinge schaffen sollen, stellen Sie uns die Mittel zur Verfügung! Schaffen wir neue Einrichtungen, und diese werden die Arbeit leisten. Verlangen Sie aber nicht immer die Dinge, die andere machen müssen, vom A. C. Und dann, meine Damen und Herren, wurden uns Dinge zum Vorwurf gemacht, auf die einzugehen zu weit führen würde. Ich will nur einige Punkte herausgreifen, weil ich das für nützlich halte. Zunächst hat Herr Dr. Nossig davon gesprochen, daß wir eine äußerst günstige Gelegenheit für politische Unterhandlungen verpaßt hätten. Ich wäre nicht darauf eingegangen, wenn nicht auch Zeitungen (sogar durch ein Mitglied des Aktionskomitees in einem russischen Blatte), dies erwähnt hätten. Ich erkläre Ihnen, ich weiß absolut nichts davon. Die Sache war mir vollständig unbekannt. Von irgendeiner wirklichen Gelegenheit, die sich geboten hätte, die wir verpaßt hätten, weiß ich absolut nichts. Ich wäre Herrn Dr. Nossig dankbar, wenn er sein Geheimnis Ihnen oder wenigstens mir mitteilen würde. (Beifall.) Herr Dr. Pasmanik ging schon etwas weiter. Er sprach von der realen Arbeit; daß wir oder eine gewisse Partei unter uns den Spieß umgedreht hätte, und daß man sagte, reale Arbeit wollen wir, aber wirklich reale Arbeit. (Dr. Pasmanik: Jawohl!) Jawohl, Herr Pasmanik, so ist es auch. Und ich kenne keine Partei im Zionismus, die nicht praktisch in Palästina arbeiten will, ich kenne keinen einzigen in der Leitung, der dies nicht wollte. Der einzige Fehler dabei aber ist der, daß die praktische Arbeit zumeist von Leuten vorgeschlagen wird, die sonst wenig mit praktischer Arbeit zu tun haben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es ist ein Fehler, daß, wenn irgendeine Idee auftaucht, nicht gefragt ,wird: Ist es möglich, sie auszuführen? sondern daß diese Idee in die Volksversammlungen getragen wird und in die Zeitungen und überall besprochen wird. Ob ausführbar oder nicht, darum kümmern sich die Herren nicht. Ich will die Legende zerstören, die auch von Dr. Pasmanik vorgebracht worden ist, daß Dr. Herzl nicht für praktische, sondern nur für politische Arbeit war. Ich frage die Herren, die nur für praktische Arbeit sind: was haben wir; seit dem Tode Herzls an praktischer Arbeit geleistet? Was wir getan haben, ist das Werk unseres seligen Herzl gewesen. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Die Anglo-Palestine Company ist durch seine Arbeit geschaffen, der Nationalfonds ist unter Theodor Herzl gegründet worden, „Geulah", Landkäufe und Kredit stammen aus seiner Zeit. Und ich frage Sie, was haben wir denn noch nachher getan? Wir haben nur fortgesetzt, was Herzl geschaffen hat.

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