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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1907-01-01 · 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907 · p. Seite 111

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
Date
1907-01-01
Page
Seite 111 (sequence 109)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476270--2686-3478826
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— 111 — Rednerliste, zur Abstimmung. Wer für diesen Antrag ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Der Antrag ist angenommen. Der zweite Antrag ist der Antrag Nassau, betreffend Schluß der Debatte ohne Anhörung der vorgemerkten Redner. Wer für diesen Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Der Antrag ist abgelehnt. Del. Mclamed: Ich stelle noch den Antrag auf Schluß der Debatte mit Anhörung von vier Generalrednern. Vizepräs. Dr. Gaster: Wer für diesen Antrag ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) 'Der Antrag ist angenommen! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Schalit: Ich bitte jeden Herrn, zu sagen, ob er pro oder kontra sprechen will. (Rufe: Was ist pro und was ist kontra?) Vizepräs. Dr. Gaster: Die Redner werden ersucht, sich zurückzuziehen und aus ihrer Mitte vier Generalredner aus eigener Anschauung zu wählen. Del. Dr. Schalit: Zu diesem Behufe ist es notwendig, zu wissen, wer pro und wer kontra ist. Vizepräs. Dr. Gaster: Folgendes sind die Namen der noch eingetragenen Redner. Del. Dr. Schalit (liest): Mayersohn, Kaplanski-Kaplan, Rosenstein, Kerner, Pewsner, Groß, Schutzmann, Goldin, Max Rosenfeld. Sturmann, Abnerov, Sorin, Appelbaum, Lorin, Trietsch, Steinberg. Kornhäuser, Schulhoff, Loewe, Schwartz, Samuel Daiches, W^eizmann, Miller, Levy (Kanada), Rosenthal, Melamed. Vizepräs. Dr. Gaster: Die Herren treten zurück und wählen aus ihrer Mitte vier Generalredner. Wir erwarten das Resultat in 10 Minuten. (Die Sitzung wird unterbrochen. — Nach Wiedereröffnung derselben): Bisher sind mir nur zwei Generalredner genannt worden, die Herren K a - p 1 a n s k y und Mayersohn. Ich werde sohin dem ersten Kontraredner das Wort geben, mittlerweile werden mir auch die zwei anderen Generalredner mitgeteilt werden. Das Wort hat jetzt Herr K a p 1 a n s k y. Generalredner Kaplansky (lebhaft akklamiert): Geehrter Kongreß! Wir sind nicht in der Lage, über den Rechenschaftsbericht des A. C. abzustimmen, ohne uns über seine gesamte Tätigkeit klar zu werden. Diese Gesamttätigkeit des obersten Vollzugsorgans der zionistischen Bewegung hat in dem Rechenschaftsberichte des Herrn Sokolow keine genügende Würdigung gefunden. Es ist deshalb notwendig, auch die anderen Seiten dieser Tätigkeit zu beleuchten. Zunächst eine kleine Bemerkung über die Brüsseler Konferenz. Herr Sokolow hat zwar seinem Bedauern Ausdruck gegeben, daß diese Konferenz zu keinem praktischen Resultat geführt hat, er hat es aber vermieden, offen einzugestehen, daß die Einberufung dieser Konferenz ein Fehler war. Herr Trietsch ist schon auf diese Aktion zurückgekommen und hat gemeint, daß sich das A. C. von der I. T. O. hat den Rang ablaufen lassen. Diesen Vorwurf kann ich dem A. C. nicht machen. Es ist nicht richtig, was Herr Trietsch gesagt hat, daß die reichen Juden, die sich um die Emigration nicht scheren, den Weg zum Zionismus finden könnten, richtiger ist, daß die I. T. O. den Weg zu den reichen Juden gefunden hat. (Sehr richtig!) Nicht diese reichen Juden haben sich zum Territorialismus bekehren lassen, sondern die I. T. O. zur Zerstreuungspolitik dieser Herren. Daß das zionistische A. C. auf diesem Wege nicht fortschreiten wollte, verdient gewiß keinen Tadel, aber wenn das A. C. nicht dessen sicher war, daß die eingeladenen Körperschaften, wie die Ica, die Alliance, Israelite, kurz alle diese Wohltätigkeitsinstitute zur Brüsseler Konferenz kommen werden, so war es ein Fehler, die Konferenz einzuberufen. Das A. C. durfte erst an diese Körperschaften herantreten, wenn es sicher war, eine positive Antwort zu bekommen. Das

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