Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 74)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 76 — andere Leute gewählt werden. Denn für die Mitgliedschaft am Permanenzausschuß und an der Palästina-Kommission sind ganz verschiedene Kenntnisse notwendig. . , . Del. Rosenthal: Ich bin durchaus gegen den Antrag Tschlenow. Um ihn zu verwirklichen, müßten sich erst morgen die Landsmannschaften versammeln. Die russische Landsmannschaft hält heute keine Sitzung ab. (Rufe: Ja!) Wir komplizieren dadurch die Arbeit der Palästina-Kommission, welche sofort zusammentreten könnte. Der Antrag, den die Permanenzkommission stellt, ist der richtige. Er verschafft uns keine überflüssige Arbeit in den Landsmannschaften. Ich beantrage daher, den Antrag der Permanenzkommission en bloc anzunehmen. Del. Dr. Heymann: Indem ich meine Ausführungen von vorhin zu einem Antrag verdichte, schlage ich vor, eine Kommission aus 21 Mitgliedern einzusetzen. Diese Kommission soll das Kooptationsrecht, haben und Sachverständige zuziehen dürfen. Wir haben dann ein kleines Forum, das praktisch ist und arbeiten kann. Den ganzen Permanenzausschuß und das ganze große A. C. halte ich für überflüssig. Del. Dr. Gaster: Der einzige Grund, warum der Permanenzausschuß vorgeschlagen ist, ist nicht der, weil wir darin schon einmal eine Wahl der Landsmannschaften haben und um eine weitere Wahl zu verhindern und die verschiedenen Kommissionen nicht zu multiplizieren, sondern um die Möglichkeit zu verhindern, daß die Mitglieder der Palästina-Kommission verschiedenen Kommissionen angehören, und nicht immer hier anwesend sind, und um gleich direkte Fühlung mit den Landsmannschaften zu haben, um ihnen mitteilen zu können: dies sind die Beschlüsse dieser Kommission und in dieser Richtung wird morgen die Diskussion sich bewegen. Ich muß zugleich die Gelegenheit wahrnehmen, um ein Wort, das ich vorhin gesagt habe, zu erläutern. Es handelt sich nicht um Geheimnisse irgend welcher Art, die zu behandeln wären, es sind rein geschäftliche Sachen, es sind verschiedene Fragen, Kauf und Verkauf zum Beispiel, die besser vor einem kleinen Kreise behandelt werden, als vor einem größeren. Anstatt einer Vermehrung der Kommissionen, von welchen die eine hier, die andere dort tagt, und die nicht ohne Desorganisation zusammentreten können, haben wir die bestehende Kommission vorgeschlagen. Es handelt sich nicht um eine permanente Arbeit, sondern darum, die Diskussion für die nächsten Tage festzusetzen, ein bestimmtes Programm aufzustellen und den Landsmannschaften mitzuteilen und die Diskussion in systematischer Weise zu leiten. Das ist. der einzige Gedanke, der uns geleitet hat. Präs. Wolffsolm: Es liegen jetzt drei Anträge vor. Der weitestgehende Antrag ist der des Herrn Dr. Hey mann, dahingehend, eine Palästina-Kommission aus 21 Mitgliedern mit dem Rechte der Kooptation einzusetzen. Dann liegt ein Antrag des Permanenzausschusses vor, eine erweiterte Kommission einzusetzen. Ich werde zunächst den Antrag des Herrn Dr, Heymann und sodann, falls dieser abgelehnt werden sollte, den Antrag des Permanenzausschusses zur Abstimmung bringen. Del. Groß: Der weitestgehende Antrag ist meiner Ansicht nach der des Permanenzausschusses, weil er überhaupt von jeder Wahl absehen will. Ich möchte daher beantragen, daß zuerst über den Antrag des Permanenzausschusses abgestimmt werde. (Zustimmung.) Präs. Wolffsöhn: Ich werde diesem Wunsche Rechnung tragen. Wer für den Antrag des Permanenzausschusses ist, daß eine erweiterte .Kommission gewählt werde, der erhebe die Hand. (Deleg. Dr. Kornhäuser: Was heißt das: eine erweiterte Kommission?) Das ist der Antrag des Permanenzausschusses. Wer also für denselben ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach Vornahme derselben): Das Resultat der