Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 8 (1907) Haag, 14. bis 21. August 1907
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 74 (sequence 72)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476270--2649-3478789- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 74 — Kanada!) Es wird noch vorgeschlagen Herr Levy aus Kanada. (Rufr. Dr. Tschlenow!) Ferner Dr. Tschlenow. (Derselbe lehnt ab.) Del. Dr. Gronemann: Ich bemerke, daß eben beschlossen wurde,. 21 Mitglieder zu wählen. Präs.: 21 Mitglieder, und diejenigen, welche hier vorgeschlagen werden, werden von der Kommission kooptiert. (Unruhe. Der Präsident gibt das Glockenzeichen.) Es wäre auch viel richtiger, wenn Sie diese Vorschläge dem Präsidenten oder der Kommission machen würden, anstatt sie hier vorzubringen. Die Kommission wird sie sicher annehmen. Wer dafür ist, daß diese 21 Mitglieder gewählt werden, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Die Kommission ist gewählt. Jetzt liegt ein zweiter Antrag des Permanenzausschusses bezüglich der Palästina-Kommission vor. Del. Dr. Friedemanii: „Das Präsidium des Kongresses und der Permanenzausschuß haben beschlossen, daß zur Beratung der Palästinafragen sofort nach Anhörung des Palästina-Referates ein Palästina-Ausschuß zusammentritt. Derselbe besteht aus 1. den Mitgliedern des großen A. .C.,. 2. den Direktoren des J. C. T,, der A. P. C. und des J. N„ F., 3» den Mitgliedern des Permanenzausschusses, 4. den in Palästina gewählten Kongreßdelegierten. Der Ausschuß soll auch berechtigt sein, auf Vorschlag der Landsmannschaften einzelne Sachverständige zu kooptieren.*' Del. Dr. Heymann: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich, glaube, daß der Palästina-Ausschuß in der Größe, . wie er eben vorgeschlagen wurde, derart umfängreich ist, daß dies .nicht im Interesse einer sachlichen und zweckmäßigen Bearbeitung der Palästinafragen gelegen ist. Daher möchte ich vorschlagen, die Palästina-Fragen einem Forum von. 21 oder vielleicht auch 42 Mitgliedern zu übergeben, weil sonst der Gang der Verhandlungen erschwert würde. Del. Dr. Gaster: Ich glaube, es liegt in dem Vorschlage des Permanenzausschusses ein kleines Mißverständnis. Natürlich müssen wir mit Vorsicht manche Fragen behandeln, die auf Palästina Bezug haben und die nicht immer ganz für die Oeffentlichkeit bestimmt sind. Es ist daher notwendig, daß unmittelbar nach dem Referate eine ziemlich zahlreiche Kommission zusammentritt, um mit all den betreffenden Faktoren finanzielle, politische und andere das Land betreffende Fragen zu besprechen und die Diskussion, die den Tag darauf im Kongresse erst anfangen soll, in einer bestimmten Weise vorzubereiten. Es ist eigentlich] eine Art Vorbereitung, um den bestimmten Rednern nachher eine Direktive zu geben, was nach der Ueberzeugung dieser Kommission von Nutzen wäre, nicht von der Tribüne öffentlich zu besprechen. Es gibt Punkte, die am besten bei geschlossenen Türen besprochen werden — nicht um etwas zu verheimlichen —, aber Sie wissen, bei großen Fragen, die im Werden begriffen sind, gibt es manches, was nicht gleich öffentlich behandelt werden, kann und es gilt hierbei, bestimmten Möglichkeiten und unbestimmten. Mißverständnissen in der öffentlichen Meinung vorzubeugen, besonders, wenn, es sich darum handeln wird, praktische Arbeit in gewisser Richtung zu. leisten, damit nicht alles veröffentlicht und diskutiert wird, was eigentlich das Programm der Zukunft bilden dürfte. Um also diesen Möglichkeiten- und Gefahren vorzubeugen, hat der Permanenzausschuß diesen Antrag hier dem Kongresse unterbreitet. Die Landsmannschaften werden durch ihre Vertreter im Permanenzausschuß dort repräsentiert sein, und zu gleicher Zeit werden die Landsmannschaften einige der besten Experten, die sie besitzen, mit in diese Kommission hineinwählen. Zusammen mit dem A. C. und mit den finanziellen Instituten glauben wir, daß eine richtige und positive Vorbereitung für eine fruchtbare und sichere Diskussion für dem darauffolgenden Tag vorbereitet werden kann.