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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 307

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 307 (sequence 305)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 307 — (Lärm.) Ich bitte um Ruhe! Ordner! Herr Dr. Gast er hat das Wort. (Andauernde Unruhe.) Del. Dr. Gaster: Meine Herren! Sie können mich nicht übertönen, noch mich überschreien, noch mich beeinflussen in meinen Taten oder in meinen Anschauungen. Sie können ganz ruhig auch mir einige Minuten zuhören, auch wenn Sie ganz anderer Ansicht sind. Ich habe hier vom Anfange des Kongresses bis heute alle möglichen Anschauungen ruhig angehört, ohne auch nur den geringsten Widerspruch erhoben zu haben, ohne auch nur durch Worte oder Gebärden die Ruhe des Kongresses gestört oder im mindesten dazu beigetragen zu haben, dass die Erbitterung wachse, die Meinungen sich verschärfen, die Differenzen sich vertiefen. Umgekehrt habe ich es für meine Pflicht gehalten, als derjenige, der die Ehre und das Glück hatte, mit unserem verstorbenen Führer an der Wiege dieser Bewegung zu stehen (Widerspruch), beruhigend einzuwirken; Ich habe seit der Zeit unentwegt an der Arbeit mitgewirkt und bin heute nur durch die Umstände dazu gezwungen worden, das Wort zu ergreifen, weil es sich um eine Frage gehandelt hat, in welcher meine Freunde gegen meinen Willen, wie ich schon von England aus ausdrücklich erklärt habe, meinen Namen mit in die Sache hineingezogen haben. Ich hätte es sonst absolut vorgezogen, wie ich es bisher getan, ruhiger Zuschauer und Beobachter der Vorgänge zu bleiben, die Differenzen, die sich hier bei uns blossgelegt haben, wenn auch mit blutendem Herzen, für mich zu verzeichnen und traurig nach Hause zu gehen, um nachzudenken, ob aus dem Reste der zionistischen Bewegung, der übrig geblieben ist, jüdisches Leben von neuem in das Volk sich wird einflössen lassen. (Zwischenrufe.) Unterbrechungen bin ich gewohnt, die stören mich nicht, noch weniger stört es mich, wenn manche falsche Gerüchte verbreiten, die Verhältnisse falsch beurteilen. Derjenige, der weiss, dass er das Rechte will und tut nach bestem Gewissen, kann auch das Urteil der Geschichte ganz ruhig abwarten. Derjenige, der weiss, dass er von Zeit zu Zeit einmal verleumdet und einmal gepriesen worden ist, kann ganz ruhig auch den weiteren Verlauf der Dinge abwarten, in dem vollen Bewusstsein, dass ihm und denjenigen, die mit ihm gearbeitet haben, volle Gerechtigkeit widerfahren wird. Daran zweifeln wir nicht, und ich sage es hier von dieser Tribüne, dass es nicht lange dauern wird . . . (Lebhafte Zwischenrufe.) Vizepräsident Dr. Marmorek: Herr Dr. Gast er spricht in persönlicher Sache. Ich bitte, ihn ruhig anzuhören. Doch bitte ich auch den Redner, sich kürzer zu fassen. Del. Dr. Gaster: Ich wollte bloss erklären, dass, wenn mir — leider — das Wort nicht unmittelbar von der Versammlung' gewährt wurde, ich es tief bedauere. Ich bin hier nicht erschienen, um in irgend einer Weise Oel ins Feuer zu giessen, oder das, was bisher geschehen ist, zu kritisieren. Ich bin hierher gekommen, bloss um eine Erklärung abzugeben, welche mich persönlich betrifft, dass die Wahlen, die da in der englischen Landsmannschaft vorgenommen wurden, von der englischen Landsmannschaft als solcher legalisiert, vollkommen legalisiert worden sind in einer Versammlung, in der 47 Mitglieder anwesend waren. Folglich kann heute die Legalität der Wahl als solcher nicht bestritten werden; noch weniger kann bestritten werden, dass in der ersten Wahl genau dieselben 22 Mitglieder dafür gestimmt haben . . . (Rufe: 18!) An demselben Tage, wo die Legalität der Wahlen zuerst angefochten und wo dann die Wahlen mit überwiegender, ja überwältigender Majorität angenommen wurden, wurden mit 22 Stimmen die alten Wahlen wieder erneuert. Aber wir hatten nicht die Absicht, unsere Macht auszunützen, um nicht dem Zionismus in England Schwierigkeiten zu bereiten. Daher wurde noch ein fünftes Mitglied vorgeschlagen,

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