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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 292

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 292 (sequence 290)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 292 — machen könnte, wie sie in Europa mit den hier zur Verfügung stehenden grossen Hilfsmitteln gemacht werden können. Die Idee aber, neben unserer Kommission noch eine zweite in Palästina einzusetzen, halten wir für grundfalsch, für praktisch nicht durchführbar. Wir wünschen jede Mithilfe von Palästina, wir glauben aber, dass diese Mithilfe in zweierlei bestehen muss: in treuen und zuverlässigen Beamten und in Vertrauensmännern. Wir haben, Gott sei Dank, von beiden Faktoren schon einige in Palästina, aber eine selbständige Organisation, die mit der unsrigen in Europa konkurrieren würde, würde nur Schwierigkeiten machen und die Arbeiten, anstatt sie zu erleichtern, erschweren. Die Herren, die wir bisher als Vertrauensmänner in Palästina gewählt haben, können wir durch andere, die wir auch für vertrauenswürdig halten, vermehren, aber wir müssen darauf bestehen, dass keine Zweiteilung eintritt. Wenn eine solche aber trotzdem vom Kongresse beschlossen würde, wäre die gegenwärtige Palästina-Kommission wenigstens nicht in der Lage, die Arbeit weiter zu führen. (Lebhafter Beifall.) Del. Dr. Magnes (mit lebhaftem Beifall begrüsst): Verehrter Herr Präsident! Geehrter Kongress! Es ist in der Vormittagssitzung am Sonntag, den 30. Juli, vom Kongresse eine Resolution angenommen worden. Diese Resolution ist vom A. C. gestellt worden und lautet in ihrem ersten Teile: „Der VII. Zionisten-Kongress erklärt: Die zionistische Organisation hält an den Grundprinzipien des Basler Programmes, das die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina erstrebt, unerschütterlich fest und lehnt — sowohl als Zweck wie als Mittel — jede kolonisatorische Tätigkeit ausserhalb Palästinas und seiner nächsten Nachbarländer ab." Es gibt innerhalb der Organisation und des Kongresses eine gewisse Parteirichtung, die das folgende Prinzip, wie aus einer Erklärung, die hier verteilt wurde, hervorgeht, aufrecht erhält: „Palästina ist und bleibt uns das unverrückbare Ziel des Zionismus; als Mittel zur Erreichung dieses Zieles, dem wir mit allen politischen Mitteln zustreben, halten wir eine nationale autonome Siedelung auch auf einem ausserhalb Palästinas gelegenen Gebiete für zweckdienlich und deshalb im Rahmen des Basler Programmes gelegen." (Pfuirufe.) Ich stelle diesbezüglich eine Interpellation, die ich vorher kurz begründen möchte. Es ist gut, wenn eine Bewegung eine Opposition hat, und wenn die jetzige Majorität keine Opposition hätte, wären gewiss einige von der Majorität bereit, in die Minorität zu treten, nur um eine Opposition zu haben. (Heiterkeit.) Es gibt aber im Rahmen des zionistischen Programmes wahrlich Gelegenheit genug, um eine Opposition zu machen, die faire ist. Es kann die Absicht der jetzigen Opposition, die dieses früher erwähnte Prinzip festlegt, zweifacher Art sein: Entweder bis zum nächsten Kongresse in zwei Jahren ihr Prinzip nur theoretisch zu behandeln, oder es auch praktisch ins Werk zu setzen. Ich möchte nun die Anfrage stellen, zunächst, was die Opposition selbst betrifft, ob es statthaft ist, dieses Prinzip theoretisch und auch praktisch zu behandeln. Zweitens aber — und das ist wichtiger — möchte ich auch eine Frage stellen, was die Leitung der Organisation betrifft. Denn was die Opposition innerhalb des Kongresses und ihre Organisation betrifft, so ist das Nebensache, denn es gibt eine gewaltige Majorität, die diese Opposition zerschlagen kann. Aber was die Leitung der Organisation betrifft, möchte ich die Frage stellen, ob die Resolution, die vom Kongresse angenommen wurde, für die Leitung bindend ist, ob die Resolution wenigstens für die neu zu wählende Leitung auf zwei Jahre Verbindlichkeit hat. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Dr. Marinorek: Geehrter Kongress! Auf diese Anfrage des Del. Dr. Magnes habe ich die Ehre, Ihnen folgende Antwort zu

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