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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 286

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 286 (sequence 284)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 286 — ein siebengliedriges A. C. setzte, den Passus aufzunehmen, dass die Mitglieder des A. C. an verschiedenen Orten wohnen dürfen. Wie denken sich die Herren vom Organisationsausschusse eigentlich den Geschäftsgang einer solchen siebengliedrigen interterritorialen Körperschaft? (Lebhafte Zustimmung.) Meine Herren! Es ist geradezu ein Monstrum, in einer grossen Partei den Grundsatz aufzustellen, es sollte eine exekutive Körperschaft — nicht eine bloss beratende — so zusammengesetzt sein, dass die blosse technische Zusammenführung der Mitglieder dieser Körperschaft an sich schon eine wesentliche Schwierigkeit bedeutet. (Lebhafte Zustimmung.) Und wie denken sich denn die Herren den Geschäftsgang eines solchen Körpers, dessen verschiedene Referenten an verschiedenen Orten wohnen und welcher auch die Parteimitglieder dazu zwingt, sich die verschiedensten Adressen im Kopfe zu bewahren, um für verschiedene Fragen an verschiedene Städte sich zu wenden. Ein siebengliedriges engeres A. C. verurteilt sich selbst zu der Rolle, welche das grosse A. C. bis jetzt gespielt hat. Bei dem grossen A .C. war es noch denkbar, dass die Herren, die zwei- bis dreimal im Jahre zusammenkommen mussten und welche die oberste Aufsicht über die Parteiagenden zu führen hatten, an verschiedenen Orten wohnten und eventuell grössere Reisen unternehmen mussten, aber bei dem engeren A. C., welches das Organ der Exekutive ist, heisst es, von vornherein den Mitgliedern die Hände binden, wenn wir sie auseinander reissen, und eine förmliche Zersetzung unseres Parteilebens dadurch herbeiführen. Meine Herren! Gegenüber dem Vorschlage des Organisationsausschusses beantrage ich daher die Einsetzung eines dreigliedrigen Direktoriums, welches die Aufgabe haben soll, sämtliche Agenden der Partei zu führen und welchem das grosse A. C. als kontrollierende und beratende Körperschaft zur Seite steht. (Ruf: Sollen die an einem Orte wohnen oder nicht?) Dieses dreigliedrige Direktorium müsste natgedrungen an einem Orte wohnen. Auch hier liegt die technische Schwierigkeit vor, dass wir vielleicht nicht alle an einem Orte haben, aber, meine Herren, wir müssen einmal mit dem Rachmones-Gesichtspunkte seitens unserer Führer brechen, wir müssen damit brechen, dass die Arbeit, die unsere Führer leisten, eine blosse Rachmones-Leistung ist, eine Leistung, die sie aus freien Stücken und aus Liebe zu unserer Sache gewähren, wir müssen uns so organisieren, dass das, was eine unserer Körperschaften leistet, eine Pflichtleistung ist. Vizepräsident Dr. Alexander Marmorek: Herr Doktor, eilen Sie zum Schlüsse! Del. Dr. Brande (fortfahrend): Wir müssen die Möglichkeit schaffen und haben es in der Hand, dies zu tun, dass das Direktorium durch die Mittel der Organisation so besoldet werde, dass die einzelnen Mitglieder des Direktoriums an einem Orte vereinigt werden können. Das, meine verehrten Damen und Herren, sind zwei grundlegende Gesichtspunkte, welche ich im Gegensatze zu den Vorschlägen des Organisationskomitees Ihnen zur Beschlussfassung unterbreite. Noch eine Aenderung möchte ich vorschlagen, und zwar nach der Richtung, dass eine Anzahl von 400 Schekelzahlern zu einer Ortsgruppe organisiert werde. (Ruf: 500!) Wenn wir uns diesen Saal ansehen, so müssen wir sagen, dass, so erfreulich es ist, wenn so viele begeisterte Zionisten in so grosser Anzahl zusammenkommen, diese grosse Anzahl für den Erfolg unserer Beratungen doch eher hemmend als fördernd wirkt. (Lebhafter Beifall.) Es ist Avirklich durchaus nicht in unserem Interesse, dass jeder, der die Lust empfindet, nach der Schweiz zu fahren, oder der das Bedürfnis hat, sich mit seinen Brüdern zusammenzufinden und an den

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