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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 285

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 285 (sequence 283)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 285 — Unsere ganze bisherige Organisation war auf die Person unseres Führers H erzl zugestutzt. Er war der einzige Kopf, 'der für uns alle gedacht hat, und das engere A. C, das ihm zur Seite stand, das war das Komitee der Handlanger, im besten Sinne des Wortes, in dem Sinne des Wortes, in dem es, vielleicht mit weniger Berechtigung, von Bismarck gebraucht worden ist, das Komitee der Handlanger, welches berufen war, die Gedanken unseres Führers zu vollziehen und durchzuführen. Heute, meine Hochverehrten, haben wir den Führer nicht. Wir müssen einen Kopf haben, wenn es auch ein mehrgliedriger Kopf ist, der denkt, und können nicht bloss Arme brauchen, welche vollziehen. Und unter solchen Verhältnissen schlägt uns der Organisationsausschuss vor, wir möchten bei dem alten engeren A. C. bleiben und dazu noch zwei Mitglieder wählen! Nun, meine Damen und Herren, ich glaube, das ganze Projekt des Organisationsausschusses ist — ich möchte sagen — eine Sammlung von blossen Harmlosigkeiten. Man hat sich gesträubt, oder ist dazu nicht gelangt, hat das Vermögen nicht, um einen wirklich schöpferischen Gedanken hervorzubringen, und da^, kam man zu uns und wollte uns mit zwei neuen engeren A. Cs. abspeisen. Nun möchte ich Sie darauf aufmerksam machen und Sie daran erinnern, dass seit dem Tode unseres H e r z 1 eine Reihe organisatorischer Gedanken sich entwickelt haben, welche wir alle mit vielem Interesse und oft mit vieler Begeisterung in uns aufgenommen haben. Es ist der Gedanke aufgetaucht, dass an Stelle des bisherigen einzelnen Führers ein dreigliedriges Direktorium geschaffen werde. Es ist der Gedanke aufgetaucht, dieses dreigliedrige Direktorium nicht bloss zu einer formalen Exekutive der Partei, sondern auch zu einem führenden Organe der Partei auszugestalten und diesem Direktorium eben jene Aufgaben zuzuweisen, welche bisher unser Führer allein auf seine Schultern genommen hat. Das Projekt, meiner Ansicht nach das einzig schöpferische in dem Organisationsvorschlage, ist in den langwierigen Verhandlungen des Organisationsausschusses verschwunden. Wissen Sie, meine verehrten Damen und Herren, warum? Auch hier hat sich gezeigt, dass die bisherigen Arbeitsmethoden des Kongresses uns zu schöpferischem Unvermögen verurteilen. In der letzten Minute ist man zusammengekommen, am letzten Tage sind die heterogenen Elemente zusammengeschweisst worden, und am letzten Tage hat man dieses vielköpfige Instrument hingestellt, damit es in aller Eile über den neuen Reimen des Entwurfes brüte. Gebrütet haben die Herren wohl, aber es hat sich gezeigt, dass ein lebendiges Lebewesen aus diesem Brutprozesse nicht hervorgehen konnte. Der verehrte Herr Präsident Nordau hat uns bedauerlicherweise — es bedauern es wirklich alle — vor die Tatsache gestellt, dass er auf seine geplante Kandidatur in dieses Direktorium verzichtet hat. Die Tatsache ist bedauerlich, und es ist wirklich schwer, an Stelle unseres Dr. Nordau einen anderen zu setzen, aber so ganz unmöglich, meine Herren, war es nicht. Und es war wirklich nur ein Notbehelf des Organisationsausschusses, wenn er dieses Projekt unter den Tisch warf und an Stelle dessen uns mit dem alten A. C. abspeisen will. Ich glaube, dass der Kongress die Aufgabe hat, dieses Projekt wieder aufzunehmen und entgegen dem Vorschlage des Komitees an Stelle des siebengliedrigen, zu Unvermögen verurteilten engeren A. C. wieder das dreigliedrige Direktorium, welches berufen ist, die Partei zu führen, in das Organisationsstatut einzufügen. Meine verehrten Damen und Herren! Dass dies keine blosse Formalitätsfrage ist, sondern wirklich mit dem zukünftigen Geschäftsgange unserer Organisation zusammenhängt, beweist schon die Tatsache, dass der Organisationsausschuss sich gezwungen sah, indem er an Stelle des fünfgliedrigen

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