Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 284 (sequence 282)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 284 — wenn es durchgeführt wäre, müssten die Vertreter der Federationen in allen unseren Instituten vertreten sein, mit Ausnahme der technischen. Er beantragt, dass die Schekelzahler in zwei Sorten geteilt werden, in aktive und passive, diejenigen, die kaufen, und solche, denen man verkaufen muss. Dann sagt er, dass der Agitationsausschuss ein oder zwei Monate vor dem Kongresse zusammentreten und im Verein mit dem A. C. die Wahlen bestätigen muss. Ferner sagt er, dass wir auf dem VII. Kongress sofort einen Organisationsausschuss wählen müssen. Dieser muss das Projekt ausarbeiten, das dann nach einem Jahre veröffentlicht wird. Vizepräsident Dr. Alex. Marmorek: Ich bitte Herrn Boruchow, mir den Antrag schriftlich zu überreichen. Es liegt ein Antrag des Herrn M'argulies und einer Reihe von Delegierten vor, den ich Ihnen vorlesen muss, damit eventuell die Herren Generalredner darauf Rücksicht nehmen können. Vorerst erteile ich dem Herrn Präsidenten Wolffsöhn zu einer Mitteilung bezüglich der Bank das Wort. Vizepräsident Wolffsöhn: Es wird gewünscht, dass ich hier mitteile, wie die Abstimmung bei der zweiten Generalversammlung zur Abänderung der Statuten ausgefallen ist. Es wurden inklusive der Foundershares, welche bekanntlich die Hälfte der Stimmen repräsentieren, 5922 Stimmen für die Abänderung und 568 Stimmen gegen die Abänderung abgegeben. Für die zweite Resolution wurden 5905 Stimmen abgegeben, gegen dieselbe 578. Die Aenderung der Statuten ist somit angenommen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Dr. Jacobsolm (gibt die russische Uebersetzung). Del. Dr. Brande: Geehrter Kongress! Das schöpferische Unvermögen, welches die Folge des Geschäftsganges unseres Kongresses ist, hat sich nirgends deutlicher gezeigt, als in der Vorlage, welche Ihnen, meine Damen und Herren., vom Wortführer des Organisationsausschusses gemacht worden ist. Wenn Sie sich ein allgemeines Urteil über den Inhalt der Vorlage machen wollen, so können Sie, glaube ich, dieses Urteil in den einen Satz zusammenfassen: es bleibt alles beim alten! Die geringen Veränderungen, die seitens des Organisationsausschusses vorgeschlagen worden sind, sind, soweit sie positiver Natur sind, so geringfügig, dass es wirklich der langen, anstrengenden Arbeit des Organisationsausschusses nicht bedurfte, um zu einem solchen Ergebnisse zu gelangen, und was an Veränderungen negativer Natur in diesen Vorschlägen enthalten ist, das ist, scheint mir, keine Verbesserung, sondern eine Verschlimmerung des bisherigen Zustandes. Nun, meine Herren, wenn eine Versammlung vor unveränderten Verhältnissen steht, dann ist es verständlich, dass man an dem Grundsatze festhält: quieta non movere, das Ruhende soll nicht aufgerührt werden. Sie brauchen aber, meine hochverehrten Damen und Herren, nur auf die Tribüne des Kongresses und auf das Bild da zu sehen, das über uns hängt (auf das trau er flor umhüllte Bild Dr. Herzls weisend), um sich der grossen, gewichtigsten Tatsachen zu erinnern, dass sich unsere Verhältnisse sehr wesentlich geändert haben, dass wir heute vor einer ganz anderen Situation stehen, und dass es nur der Ausfluss unseres Unvermögens ist, wenn wir angesichts dieser Tatsachen uns mit Vorschlägen der Unveränderlichkeit kommen.