Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 258)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 260 — 5 o/o und trachten, für den Nationalfonds möglichst viel zusammenzubekommen. Herr Salzmann verlangt ebenfalls einen Zuschlag zum Schekel. Wie ich schon auseinandergesetzt, habe, empfiehlt sich das für die Praxis nicht. Herr Aleinikow hat in sehr drastischer Weise die Spesen für die Legalisierung des Nationalfonds, sowie die Höhe der Kosten der Marken hervorgehoben, die ioo/o betragen. Ich habe sofort eingewendet, dass das nicht richtig ist. Wir müssen jedesmal grosse Seriendrucke machen lassen, weil der Druck in kleineren Partien zu teuer käme — so lautet die russische Serie auf 999000 Rubel — müssen das auf besserem Papier drucken lassen, aber die Ausgaben für die Nationalfondsmarken entfallen nicht auf die Einkünfte eines Jahres, sondern verteilen sich auf mehrere Jahre. Ich glaube, diese Mitteilung wird Herrn Aleini kow beruhigen. Ein Herr aus Lodz hat mir hier einen Bogen übergeben, aus welchem, zu ersehen ist, dass sich über 200 Leute moralisch verpflichtet haben, sich zugunsten des Nationalfonds selbst zu besteuern. Es wäre sehr zu empfehlen, wenn alle Landsmannschaften und Vereine dieses gute Beispiel nachahmen würden. Was den Vorschlag des Herrn Dr. Tschlenow anlangt, so ist er mir persönlich sehr sympathisch. Ob er durchführbar sein wird, das muss sich zeigen. Vielleicht hat Herr Tschlenow die Güte, in seinem Bezirke, der ja ziemlich gross ist, das Mittel mit aller Intensität zu versuchen. Greift es durch, dann wird es die beste Empfehlung für die anderen Landsmannschaften sein, es nachzuahmen. Herr Hurwitz hat verlangt, wir sollen für unsere Feiertage verschiedene Karten (anschaffen. Meine Herren! Wir haben innerhalb 2 Jahren eine grosse Anzahl neuer Sammlungsmöglichkeiten geschaffen. Wir haben die Nationalfondsmarken bekommen, wir bekommen jetzt grössere Marken zu 40 Kopeken oder 1 Frc, wir haben das goldene Buch, wir haben die Oelbaumspenden, die Büchsen und noch eine Anzahl anderer Sammlungsmöglichkeiten. Das ist genug. Wir dürfen nicht so schnell reiten, sonst wird eine Konfusion eintreten. Eines nach dem anderen! Wenn wir sehen, dass für verschiedene Länder oder Klassen andere Sammlungsmöglichkeiten notwendig sein sollten, werden wir nicht ermangeln, auch diese Sache zu berücksichtigen. Was die Ausführungen des Herrn Trietsch anlangt, so werden Sie es mir nicht verdenken, wenn ich — nicht als Referent über den Nationalfonds, sondern als Mitglied des A. C. — jetzt auf die El-Arisch-Angelegenheit nicht eingehe.