Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 259)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 261 — Ganz entschieden .würde icli es dem Kongresse widerraten, auch nur einen Kreuzer vom Gelde des Nationalfonds für Ei- Arisch herzugeben. Ich weiss nicht, warum Herr Trietsch die Kolonisationsgeschäfte von Cypern nicht in El-Arisch macht, nachdem es so leicht ist? Wir vom Nationalfonds müssen uns mit Händen und Füssen dagegen wehren, dass für El-Arisch irgend etwas hergegeben werde. Herr TrietscH hat hervorgehoben, dass wir eine ganze Masse von Projekten bekommen, die geeignet sind, unsere mühsam erworbenen Groschen in Dunst und Wolken aufgehen zu lassen. Im Sande von Ei- Arisch möchte ich sie aber auch nicht aufgehen lassen. Was den Bodenkauf in Palästina anbelangt, sind wir diesbezüglich alle bemüht. Das ist aber keine Sache, die wir im Kongresse austragen dürfen. Was wir in dieser Beziehung machen können, wird geschehen, dazu braucht es keiner weiteren Anregung. Wir tun unser möglichstes, und wenn wir mehr machen sollen, brauchen wir viel, viel mehr Geld/ Sonst können wir weder in Palästina, noch in El-Arisch, noch sonst wo etwas kaufen. Ich möchte nun den Herrn Vorsitzenden bitten, die vom A. C. vorgelegten Resolutionsanträge zur Abstimmung zu bringen. Vizepräsident Wolffsolm: Es liegt ein Antrag Jahr vor: Es möge an die „Welt" und die Bank das Ersuchen gerichtet werden, die Nationalfondsgelder ohne Vergütung zu verwalten. Ich kann diesen Antrag gar nicht zur Abstimmung bringen. Der Nationalfonds muss seine Kosten decken, wenn die Spenden veröffentlicht werden sollen, muss er diese x\usgaben machen können. Die Jüdische Kolonialbank und die „Welt" dienen nicht dem Nationalfonds. Sie haben mehr Ausgaben dafür, als sie vereinnahmen. Herr Jahr, ziehen Sie deshalb Ihren Antrag zurück, wir können etwas Unmögliches nicht beschliessen. Weiter liegen die Anträge des A. C. vor, die Ihnen ja bereits bekannt sind. Referent Kremenezky: Ich wiederhole die Anträge. Sie lauten: „i. Jede Landeszentrale ist verpflichtet, ein Nationalfondsbureau einzusetzen, welches die Aufgabe hat, in jedem Orte des Landes, wo Juden wohnen, Nationalfondskommissionen, beziehungsweise Kommissäre zu bestellen, welche für den Nationalfonds die erforderliche Arbeit zu leisten haben. 2. Jeder zionistische Verein ist verpflichtet, mindestens 50/0 der Einnahmen an Mitgliedsbeiträgen dem Nationalfonds abzuführen. 3. Es ist Pflicht eines jeden Zionisten, sich zugunsten des Nationalfonds selbst zu besteuern, selbst die Dürftigsten sollen im Laufe eines Jahres wenigstens 1 Krone, 40 Kopeken, respektive den entsprechenden Wert in seiner Landesmünze dem Nationalfonds zuwenden.