Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 252)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 254 — machen: Die. Winnitzer Zionisten tragen Herrn Dr. Scheinkin in das goldene Buch" ein. Solche Mitteilungen nehme ich gerne entgegen. Del. Salzmann: Die Odessaer „politischen" Zionisten haben den Nationalfonds boykottiert. Ich beantrage daher, dass Massregeln getroffen werden, die ähnliches unmöglich machen. Sodann beantrage ich, dass der Schekel um mindestens 20 Kopeken vergrössert werde, die dem Nationalfonds zufallen sollen. Drittens sollen zugunsten des Nationalfonds Telegrammformulare für Hochzeiten usw. ausgegeben werden, ähnlich denen des „goldenen Buches", im Preise von ca. 1 Franc, wodurch dem Nationalfonds grosse Einkünfte zufliessen würden. Viertens habe ich .noch einen Vorschlag (spricht russisch): Viele Zionisten schreiben Tausende von Briefen ohne eine Nationalfonds-Marke aufzukleben. Wenn aber ein solcher Stempel auf dem Papiere sein wird, wTird jeder Zionist eine Marke aufkleben, wodurch eine grosse Summe für den Nationalfonds zusammenkommen wird. Endlich stelle ich noch die Frage: Warum bekommen Leute, die schon seit 2 Jahren in das „goldene Buch" eingetragen sind, noch nicht ihr Diplom? Del. Aleinikow (spricht russisch). Referent Kremenezky: Sie sprechen in die Luft. Ich habe früher erklärt, dass wir Marken gekauft haben für Russland um 999 000 Rubel, und dass nur ein Bruchteil davon verwendet worden ist. Del. Aleinikow spricht russisch. Referent Kremenezky: Lassen Sie mich doch aussprechen. Del. Aleinikow: Lassen Sie mich aussprechen, ich habe jetzt, das AVort. Vizepräsident Wolffsohn: Da es sich um den Nationalfonds handelt, dürfen Sie es Herrn Kremenezky nicht übel nehmen, wenn er einen Zwischenruf macht. Herr Kremenezky ist ja — ich möchte sagen — der Nationalfonds selbst. Ich würde das bei einer anderen Debatte nicht gestatten. Del. Aleinikow beendet seine Rede in russischer Sprache. Referent Kremenezky: Ich möchte nur im Interesse der Abkürzung der Diskussion erwidern, dass es mir leid tut, dass Herr Aleinikow angeführt hat. wir haben 200 Dunam Land gekauft. Er hat dabei übersehen, dass in der Anmerkung zum Berichte unten bemerkt ist, dass Herr Goldb e r g uns das gekauft hat. Del. Dr. Tschlenow (mit lebhaftem Beifalle begrüsst) spricht russisch (Rufe: Deutsch!) Vizepräsident Wolffsohn: Aber Sie müssen doch dem Redner gestatten, so zu sprechen, wie er will. Del. Dr. Tschlenow: Ich spreche russisch, weil man sich in meiner Landsmannschaft beklagt, dass man Deutsch nicht ganz genau versteht. Den Inhalt meiner Ausführungen werde ich -dann auch Deutsch wiedergeben. (Redner setzt russisch fort und schliesst in deutscher Sprache:) Jetzt werde ich das ganz kurz in deutscher Sprache übersetzen. Wie wir aus dem Berichte unseres Freundes Kremene-zky gehört haben, wachsen die Mittel des Nationalfonds bei weitem nicht so, wie es sein sollte. Die Bedeutung des Nationalfonds, als unseres wichtigsten Institutes, habe ich wohl nicht nötig hier zu betonen. Der Sympathie allein