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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 252

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 252 (sequence 250)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 252 — Worte hinzuzufügen. In den Ausgaben hat er aber aus Versehen einen Posten vergessen, was um so auffallender ist, als überhaupt nur vier Posten vorkommen. Der Posten, welcher vergessen ist, lautet: „Kommissionen an die Bank, Zeitungen und Landeszentralen." Wenn es ich wirkslich um Kreuzer handeln würde, so würde ich mir nicht gestatten, Ihre'kostbare Zeit in Anspruch! zu nehmen. Es handelt sich aber um nicht mehr und nicht weniger als 50 000 Francs, welche dem Nationalfonds entzogen werden. Und wer sind nun diejenigen, welche das genommen haben? 5 0/0 bekommt unsere Kolonialbank. Ich glaube, die Kolonialbank sollte als unser Institut, als ein zionistisches Institut, soviel Kulanz, Freundlichkeit und Brüderlichkeit besitzen, um die Nationalfondsgelder unentgeltlich zu verwalten. Das ist die Kolonialbank uns, dem jüdischen Volke und dem Nationalfonds schuldig. Aber ich will von Kulanz, Brüderlichkeit und Freundlichkeit gar nicht sprechen, ich weiss, wo es sich um Geschäfte handelt, hört jede Gemütlichkeit auf. Wollen wir doch einmal sehen, wofür die Kolonialbank diese 5-0/0 bekommt. Sie bekommt die Gelder nicht kreuzerweise, nicht guldenweise, sondern in grösseren Beträgen zugewiesen. Bekommt sie die Gelder in Barem, dann hat sie uns doch noch Zinsen zu zahlen, erhält sie sie aber in Papieren, so werden mir doch alle Kaufleute zugeben, dass sie mit 1/4 0/0 per Mille genügend gezahlt ist, aber nicht 5 o/0 beanspruchen darf. Wenn unsere Bank so teuer ist, so wollen wir das Geld doch lieber der „Deutschen Bank" oder der österreichischen „Kreditanstalt" usw. überweisen! Weitere 5 0/0 bekommt „Die Welt". Das ist auch keine Kleinigkeit. Es wurden nach dem vorliegenden Berichte durch „Die Welt" 6145 £ gesammelt, 5 o/0 davon sind ca. 350 £, also etwa 8500 K. Berichterstatter Kremenezky: Es wird vielleicht die Sache vereinfachen und Sie. werden schneller fertig werden, wenn ich Ihnen sage, dass Sie vollständig irrige Ziffern anführen. Sie sehen aus dem Berichte, dass die Gesamtspesen ... Vizepräsident Wolffsolm: Ich bitte den Herrn Redner nicht zu unterbrechen. ■attff" Berichterstatter Kremenezky: Ich will nur ganz kurz antworten, weil der Herr vollständig falsche Ziffern anführt. Sie sehen aus dem Berichte, dass die Gesamtspesen im ganzen nur 11 0/0 ausmachen. Da die Landesorganisationen 5 o/0 der gesammelten Gelder erhalten, so können doch unmöglich auf die Bank und die „Welt" ebenfalls je 50/0 entfallen. Die Bank bekommt von verschiedenen Spenden 5 0/0. Wir waren, wie Sie ebenfalls aus dem Berichte ersehen können, zu wiederholten Malen in London und haben uns davon überzeugt, dass die Bank mit dieser Sache enorm viel zu tun hat. Wir geben der Bank nicht so leicht die Provision. Als Referent für den Nationalfonds und als Mitglied des A. C. wache ich darüber, dass wir auch nicht 1 Kreuzer unnötigerweise ausgeben. Ich habe mich in der Bank sowohl, wie bei der „Welt" überzeugt, wie die Dinge vor sich gehen. Die Spenden für das „goldene Buch" kommen in sehr vielen Fällen nicht im Gesamtbetrage von 240 Kronen, sondern bei irgend einer Versammlung wird beschlossen, jemanden in das „goldene Buch" einzutragen. Was geschieht nun? Es werden 20 Kronen gesammelt und nach 2, 4, 6 Wochen wieder einmal ein kleiner Betrag und nun kommt ein Brief: „Ist X. Y. schon in das „goldene Buch1,, eingetragen?" Oder: ,.Was ist mit der Spende, die wir vor 3 Monaten eingesendet haben?" Jetzt muss dem Manne geantwortet werden: ^Es tut uns leid, allein es fehlt noch so und so viel." Die Bank muss dies alles in Evidenz halten, weil jeden Augenblick Anfragen, .kommen, sie muss die umfangreiche Korrespondenz führen, sie muss einige Leute dazu halten, sie muss die Journale genau

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