Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 251 (sequence 249)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 251 — der .Generalredner, die zum Worte hätten kommen sollen, sehr wichtige Anträge gestellt hätten, die das Abstimmungsresultat beeinflusst hätten. Vizepräsident Wolffsolm (unterbrechend): Sie sprechen über Dinge, über die der Kongress schon beschlossen hat. Del. Meisl: Ich stelle einen Antrag. Es ist von einer Seite bereits der Antrag gestellt worden, den Kongress um einen Tag zu verlängern. Ich unterstütze diesen Antrag und verlange, dass, falls dieser Antrag angenommen wird, die gestrige Abstimmung ressümiert wird und die Generalredner zum Worte kommen. Vizepräsident Wolffsolm: Wrir können über diesen Antrag gar nicht abstimmen, sonst werden wir morgen auch nicht fertig. Del. Scheinkili: Vor allem will ich einige Bemerkungen zum Berichte des Nationalfonds machen. Nach dem Ausweise über die einzelnen Länder ist in Italien nichts gekauft worden an Marken, ebensowenig in Schweden und Dänemark. Unter den Zeitungen, die gesammelt haben, für den Nationalfonds, fehlt der Name „Hasman" in Wilna. Ich habe schon gestern gesagt, es ist eine schwere Sache, über Palästina zu reden. Dr. Kahn hat erklärt, man kann einzelne Herren nicht hindern, Land zu kaufen. Sie riskieren 'eben ihr Geld dabei. Es sind bis jetzt 25 Jahre, seit man in Israel Erde kauft auf den Namen von ioMenschen. Es ist nicht richtig, dass kein Ausländer das Recht hat auf Land in Palästina. Seit 25 Jahren sind nur zwei .Fälle vorgekommen, wo Geld verloren ging. Wie soll nun der Nationalfonds kaufen? Dieser muss mehr gesichert sein, als jeder andere Mensch. Wie soll man. die Statuten des Nationalfonds machen? (Del. Kremenezky: Ich mache Sie aufmerksam, dass Sie nicht im A. C., sondern im Kongress sitzen.) Vizepräsident Wolffsolm: Ich bitte den Redner, sich etwas kürzer zu fassen. Del. Scheinkill (fortsetzend): Wir haben den Bankfonds nicht anders formen können, als dass wir Gründeraktien gemacht haben. Man muss also vorsichtig sein. Bis heute sind (keine Gelder für den Nationalfonds verloren gegangen. Wir haben die Mittel dazu gefunden. Es ist möglich, dass das A. C. eine Art Sicherung findet, wodkirch die Nationalbank eine juristische Person wird. ' Del. Dr. Grünlmt: Meine Damen und Herren! Es liegt mir ferne, mich in irgend eine Polemjk einzulassen. Nachdem aber Herr S cheinkin Verschiedenes vorgebracht hat, was nicht ganz den Tatsachen entspricht, sehe ich mich verpflichtet, dies zu berichtigen. Ich will nur auf ein Faktum hinweisen. In Jerusalem gibt es ein deutsch-syrisches Waisenhaus, das von einem Direktor geleitet wird, dessen Bruder Pastor in Köln ist. Dieses Waisenhaus hat vor 6—7 Jahren ein Grundstück erworben und der Direktor konnte es nicht durchsetzen, dass es auf seinen Namen überschrieben wurde. Vizepräsident Wolffsolm: Ich habe die Mitteilung zu machen, dass die belgische Föderation den Dr. N o r d a u ins goldene Buch eintragen liess. (Beifall.) Del. Jahr: Der Referent sagt uns, man darf nicht vergessen, dass jeder Kreuzer, der dem Nationalfonds zugeführt wird, eine nutzbringende Arbeit ist. Daraus folgt aber auch, dass jeder Kreuzer, der unnütz und ungerechtfertigterweise dem Nationalfonds entzogen wird, Störung einer nutzbringenden Arbeit ist, ein Unrecht, das nicht geschehen soll. Nun wollen wir den Bericht betrachten. Der Herr Berichterstatter war so freundlich, uns jede Ziffer des Berichtes vorzulesen und erläuternde