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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 216

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 216 (sequence 214)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476268--2426-3478565
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— 216 — uns ganz unbegreiflich, wie Herren, die hier unter uns sassen, uns reaktionär nennen können, die wir unser ganzes Streben an den Sieg des demokratischen Gedankens knüpfen. , Wir denken also eine grosse politische - Tätigkeit zu entwickeln, allein daneben soll gleichzeitig die Arbeit in Palästina gehen. Wir können das nicht so machen, dass unsere Bewegung von ihrem Endziele ganz abgedrängt wird. Wir müssen in Palästina die Bedingungen für die Weiterentwicklung schaffen. Zangwill hat uns vorgestern auseinandergesetzt, dass wir nicht Dinge, sondern Bedingungen schaffen müssen. Das verstehen wir. Aber was sind diese Bedingungen? Das ist das Land. Das müssen wir haben. Das ist die ernsteste und unerlässlichste Bedingung für die Weiterentwicklung unserer Sache. Wir müssen Rechte haben — und danach streben wir, das ist unsere politische Tätigkeit — und wir müssen Palästina industriell und ökonomisch erobern. Wir müssen Fabriken haben, die es unseren jungen Leuten ermöglichen, allmählich dorthin zu gehen. . Wir müssen unseren Proletariern die in erster Zeit kleine, aber immer sich vergrössernde Möglichkeit geben, sich dort zu entwickeln. Wir haben das Basler Programm nie aus dem Auge verloren, aber wir wollen das ganze, volle Basler Programm, das nichts von allen vier Punkten vergisst, die in demselben sind. Wir wollen eine politische Tätigkeit, wir wollen die allmähliche Eroberung Palästinas und können ruhig sagen, nicht nur im Namen der Bourgeoisie, nicht nur im Namen der Romantik, sondern im Namen des ganzen Proletariats, des ganzen Volkes: es ist wirklich eine sehr wichtige Sache. Die breiten Schichten des Volkes waren nie revolutionär, sie hielten sich immer an nationale Werte, die eben bis jetzt für die Weiterentwicklung keine normalen Verhältnisse boten. Darum sagen wir ganz getrost: Wir haben dieselbe politische Anschauung, wir sind, wie alle anderen, dem politischen Zionismus treu, und unsere Idee macht aus dem Zionismus eine grosse politische Bewegung, die endlich siegen wird. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Del. Scliabotinsky (russisch) spricht gegen die Beschränkung der Redezeit und beantragt, angesichts der Wichtigkeit des Gegenstandes sechs Generalredner zu wählen, die je eine Stunde sprechen sollen. Del. Dr. Grünlmt: Geehrter Kongress! Ein Redner erwähnte hier, in Palästina sei man mit der Wirksamkeit unserer Palästina-Kommission nicht zufrieden. Ich als Palästinenser muss dem widersprechen. Es ist dem nicht so. Der Bericht, den wir heute von der Palästina-Kommission vernommen, hat uns vollauf befriedigt. Nur möchte ich, dass die Machtsphäre unserer Palästina-Kommission erweitert werde. Ich erwähnte bereits, dass vor nunmehr zwei Jahren in Palästina ein Kongress tagte, der zugleich mit dem Baseler Kongress eröffnet wurde. Wir hatten in Palästina einen Kongress, wie ihn auch Basel hatte, mit dem Unterschiede: während man sich in Basel die Köpfe darüber zerbrach, wie wir nach Palästina kommen könnten, waren wir schon dort. Dieser Kongress hat — ich möchte fast sagen — blutige Spuren zurückgelassen, die bis auf den heutigen Tag noch nicht im Sande verliefen. Der Kongress war einzig und allein deshalb zustande gekommen, weil uns heilig versichert wurde, dass er im Namen unseres seligen Führers eröffnet wurde. Ich frage nun: Dürfen Vorgänge, die soweit in unsere Bewegung einschneiden, ohne Kontrolle gelassen werden? Ich möchte daher, dass unsere Palästina-Kommission für alles, was in Palästina geschieht, verantwortlich gemacht werden könne, dass ihr vom Kongresse aus die Kontrolle übertragen werde. Ich muss hier auf einen Fall hinweisen. Keine Landsmannschaft und keine Zentrale ist in bezug auf den Verkauf von Schkolim so günstig gestellt, wie die russische. Wir halten deshalb die Konkurrenz mit der russischen

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