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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 217

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 217 (sequence 215)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Zentrale nicht aus. Gleichwohl importiert Herr S c h e i n k i n Schkolim aus Russland zu uns nach Palästina (Del. S c h e i n k i n : Nein!), bitte, hier sind solche Schkolim. (Redner weist einige Schekei vor.) Diese Agitation hat einseitig auf die Wahl gewirkt. Glauben Sie, dass in Palästina keine öffentliche Meinung herrscht? Heute sind dort zwar nur 300 Schekelzahler, die nicht reich, nicht begütert sind, aber selbständig leben, sich anständig ernähren. Das ist eine öffentliche Meinung, und eine solche öffentliche Meinung wird sich derartige Vergewaltigungen niemals gefallen lassen. Ich bitte daher, dass der Kongress beschliessen möge, dass von nun an derartige Fälle sich nicht mehr ereignen dürfen. Wir haben ja zu •dem Zwecke eine Kommission in Palästina, die über alles, was dort vorgeht, Rechenschaft zu geben imstande ist. (Unruhe.) Im übrigen möchte ich nur noch auf eines hinweisen. Der deutsche Palästinaverein nimmt verschiedene Ausgrabungen im heiligen Lande vor, die überraschende Resultate an den Tag fördern. Uns fehlen die Mittel dazu. Gleichwohl würde es sich empfehlen, dass auch unsererseits wenigstens ein Fachmann entsendet werde, der an Ort und Stelle die Dinge zu prüfen und uns Bericht zu ertsatten hätte. Ich glaube, das würde sehr wohl in das Programm unserer Palästinaforschung hineinpassen. Zum Schlüsse noch folgendes: Wir Palästinenser stehen nach wie vor auf dem Basler Programme und werden davon niemals auch nur um Haaresbreite abweichen. Uns ist Palästina heilig, wir leben und sterben für Palästina. Palästina muss unser Endziel bleiben. Gleichwohl schliessen wir uns in erster Linie den Misrachi an, denn wir halten es für zweckmässig, ja für dringend geboten, dass die Agitation für unsere Bewegung auf dem Ueberlieferungs-Judentum basiert. Nur dann wird diese Agitation Gedeihliches wirken können. Andererseits gehen wir Hand in PI and mit den „politischen" Zionisten. (Lebhafter Beifall. — Widerspruch.) Del. Scheinkin: Ich muss gegenüber dem Plerrn Del. Dr. Grünhut meine Verwunderung ausdrücken, dass er so über mich gesprochen hat/ Ich habe mit ihm in Jerusalem oft sehr freundschaftlich gesprochen, damals hat er nichts gegen mich gehabt. (Del. Dr. Grün,hu t: Wir haben das erst später erfahren.) Ich habe keine Schkolim nach Palästina gebracht. Vizepräsident Dr. Marmorek: Verehrter Kongress! Ich bin in meinem Leben gewöhnt, alle Dinge beim richtigen Namen zu nennen. Wie ich die Resolution Ussischkin gehört und gelesen habe, sind mir zwei Punkte aufgefallen, die ich genau präzisiert und eventuell verändert haben möchte und muss, wenn ich für die Resolution stimmen soll. Wir haben alle auf das Baseler Programm geschworen. Die Verhandlungen haben bewiesen, dass wir nicht dulden wollen, dass auch nur das geringste davon nach der einen oder anderen Seite geändert werde. Nun finden sich in Punkt 3 des Antrages Ussischkin folgende Worte: „Kulturelle und ökonomische Hebung und Organisation der palästinensischen Judenheit durch Arbeit im Lande und Heranziehung neuer Kräfte". Ich bin überzeugt, dass der Antragsteller, damit nicht in die alte Chowewe-Zion- Politik verfallen wollte. Er hat uns privatim erklärt, dass er von jener alten Krankheit geheilt ist und treu zum Baseler

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