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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 213

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 213 (sequence 211)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 213 — darf es keine Generalredner geben, da müssen alle zum Worte kommen, wenn sie auch in der Redezeit auf 5 Minuten beschränkt werden sollen. Del. Frau Sophie Swenigorodskaja (spricht russisch). Del. Dr. Levin (übersetzend): Die Rednerin findet es traurig, dass man bei den früheren Traktanden, als es sich um ein Schauspiel handelte, die Redezeit nicht: begrenzt hat, dass aber jetzt, wo wir vom Wichtigsten, von' der Palästinakommission sprechen, die Redefreiheit begrenzt werden soll. Lassen wir die Redefreiheit; reicht die Zeit nicht aus, so soll der Kongress um einen oder zwei Tage verlängert werden. (Beifall.) Del. Dr. Loewe: Ich muss mich ebenfalls gegen den Antrag wenden, jetzt Generalredner einzusetzen und zwar aus einem speziellen Grunde. Die Debatte über die Tätigkeit der Palästinakommission muss auch uns, die wir einen ganz speziellen Standpunkt vertreten, den der kulturellen Arbeit in Palästina, die Möglichkeit gewähren, das Programm unserer Tätigkeit auseinanderzusetzen. Ich speziell habe den Auftrag übernommen, betr. der National-Bibliothek in Jerusalem zu sprechen, und weiss nicht, wie ich die diesbezüglichen Anträge stellen und begründen soll, ausser in der letzten Stunde des Kongresses, wenn jetzt die Diskussion abgeschlossen wird. Dazu kommt, dass es wohl keine wichtigere Frage auf dem Kongresse überhaupt gibt, als die positive Arbeit in Palästina (Beifall.), sowohl vom Standpunkte derjenigen, die, nach meiner Meinung nicht mit Recht, diese Arbeit für nicht angebracht erachten, als aim so mehr für diejenigen, die den .Schwerpunkt aller Arbeit nach Palästina verlegt wünschen. Darum bitte ich Sie, den Antrag auf Wahl von Generalrednern abzulehnen. Vizepräsident Wolffsolin: Wir kommen jetzt zur Abstimmung. Es liegt ein iVntrag vor, nur zwei Generalredner für sämtliche angemeldete Redner über die Palästinakommission zu wählen. Vizepräsident Temkin übersetzt den Antrag ins Russische. Vizepräsident Wolffsolm: WTer für diesen Antrag ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Gegenprobe! (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist abgelehnt. Jetzt liegt noch ein weiterer Antrag vor, die Redezeit auf 5 Minuten zu beschränken. (Rufe: 10 Minuten!) Wer für diesen Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag, die Redezeit auf 5 Minuten zu beschränken, ist angenommen. Wir fahren jetzt in der Debatte fort. Del. Wydrin hält eine Rede in russischer Sprache. Vizepräsident Temkin übernimmt den Vorsitz. Del. Scheinkin spricht im Jargon und erklärt sich im Prinzip mit der Palästinaarbeit einverstanden. Es hat keinen Zweck, viel zu reden, es soll lieber energisch gearbeitet werden. Es ist nicht richtig, wenn man sagt, dass in der letzten Zeit Dr. Herzl gegen die reale Arbeit in Palästina gewesen ist. Redner habe immer das Gegenteil von ihm gehört. Er macht sodann einige Ausstellungen an Einzelheiten des Berichtes, wie bezüglich der Zeitschrift Alt-Neuland", die nicht in deutscher Sprache hätte herausgegeben werden sollen, ferner der Bibliothek in Palästina, in der er verschiedene . Bücher nicht vorgefunden habe, die dort hätten sein sollen, endlich bezüglich des palästinensischen Baumwollhandels und schliesst mit folgenden Worten: Warum hat die Kommission nicht mitgeholfen, dass man für das Geld des Nationalfonds Land in Palästina ankauft? Warum hat die Kommission nichts getan und nichts gesagt wegen der Arbeiter in Palästina, welche materielle und moralische Hilfe benötigen? Warum hat die Kommission nicht Zionisten als Beamte nach Palästina geschickt?

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