Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 212 (sequence 210)
- Language
- German, English, Hebrew
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_ 212 — Del. Dr. Grünhut: Geehrter Kongress! Mit dem Referate unserer Palästina-Kommission sind wir vollkommen einverstanden. Ich wünschte jedoch, dass eine zweite Kommission, von der schon heute die Rede war, eingesetzt werde, welcher über alles, was in Palästina geschieht oder über Palästina geschrieben wird, insofern es mit (Unserer Bewegung im Zusammenhang steht, eine gewisse Kontrolle übertragen wird, denn in diesem Falle ist der Zionismus dafür verantwortlich, und wer für etwas verantwortlich ist, muss doch wissen, was in seinem Namen geschieht. Ich mache auf einige Fälle hier aufmerksam. Vor etwa 2 Jahren hat bei uns ein Kongressgetagt ... Vizepräsident Wolffsöhn: Ich bitte, zur Geschäftsordnung! Del. Dr. Grünhut: Ich bitte, ich komme zur Geschäftsordnung. Vizepräsident Wolffsolm: Worüber wollen Sie sprechen? Sie sprachen, von einem Antrage. Del. Dr. Grünhut: Ich will den Antrag stellen, dass eine Kommission eingesetzt werde, welche eine gewisse Kontrolle über alles hat. Das will ich begründen durch verschiedene Vorfälle. Vor 2 Jahren hat bei uns in Palästina ein Kongress getagt. Vizepräsident Wolffsolm: Herr Dr. Grünhut, wir befinden uns jetzt nicht in der Debatte. Del. Dr. Grünhut: Ich will auch keine Debatte führen. Vizepräsident Wolffsolm: Aber Herr Dr. Grünhut, Sie waren heute nicht anwesend, als der Antrag bereits gestellt wurde, eine solche Kommission einzusetzen, der jedoch vom Kongress abgelehnt wurde. Wir können jetzt einen derartigen Antrag nicht zulassen. Del. Dr. Grünhut: Ich meine, der bereits bestehenden Kommission soll zugleich die Aufgabe übertragen werden, im heiligen Lande die Kontrolle zu üben. Das ist dringend notwendig, und ich will dies hier erörtern. Ich will mich kurz fassen. Vizepräsident Wolffsolm: Zu einer Erörterung kann ich Ihnen das Wort nicht geben. Del. Dr. Grünhut: Ich will nur ein einziges Beispiel anführen. Vizepräsident Wolffsolm: Ich kann dies nicht zulassen, denn es liegt ein Antrag zur Abstimmung vor. Ich dachte, Sie wollen zu der Abstimmung über die Wahl von Generalrednern sprechen. Sie können Ihren Antrag später einbringen. Del. Dr. Grünhut: Ich bitte sehr, das gehört zur Sache. Vizepräsident Wolffsolm: Nein, Herr Dr. Grünhut. Ich dachte,. Sie wollen zu dem Antrage, Generalredner zu wählen, das Wort nehmen, Sie sprechen aber über einen ganz neuen Antrag, das kann ich nicht, zulassen. Del Dr. Grünhut: Ich bitte sehr, das gehört . . . Vizepräsident Wolffsolm (unterbrechend): Das Wort hat Herr Scheinkin, aber nur zur Geschäftsordnung. Del. Scheinkin: Die 40 eingetragenen Redner können in zwei Gruppen geteilt werden. Die einen wollen die Arbeit der Palästinakommission kritisieren, während die anderen im allgemeinen über die reale Arbeit in Palästina sprechen wollen. Die letzteren mögen sich auf zwei Generalredner einigen, aber bei der Besprechung des Berichtes der Palästinakommissiori