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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 211

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 211 (sequence 209)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 211 — liaben, ferner über „Organisation", die Hauptsache, ferner das Referat Iremenezky anzuhören und eine Diskussion haben über Propaganda und Agitation. Dann aber hat der Kongress auch noch beschlossen, über ^die Bank zu beraten. Ich mache Sie hierauf aufmerksam und möchte den '.Antrag der Frau Kritschewski zur Abstimmung bringen. Der Antrag lautet auf -Schluss der Rednerliste. Wird gewünscht, dass ich die Namen verlese? (Rufe: Nein!) Del. Oscar Marmorek (zur Geschäftsordnung): Ich weiss nicht, was man von Palästina sagen kann, das nicht schon gesagt worden ist. Aber bedenken Sie. wir haben sehr viel zu sagen über die Tätigkeit des A. C. und sehr viel zu den anderen Punkten. (Zustimmung.) Ich bitte Sie, wenn Sie wollen, dass der Kongress morgen abend geschlossen werden soll — und er muss geschlossen werden — lieber einen Generalredner oder zwei zu wählen und lieber weiter zu gehen, sonst werden Sie es erreichen, dass wir z. B. über den Bericht des Nationalfonds und Organisation gar nicht werden sprechen können und dass Sie heute nicht über die Bank werden reden können, was doch der Kongress ^gewünscht hat. Bedenken Sie, wir dürfen keine Nachtsitzung abhalten, das hat das Verhalten an dem gewissen Samstag bewirkt. Bitte, nehmen Sie meinen Vorschlag an und teilen Sie die Zeit, die uns noch zur Vejrfügung steht, lieber ein. Es ist besser, zu jedem Gegenstande etwas zu sagen, als zu einem zuviel und zu den anderen gar nichts. (Lebhafte Zustimmung.) Del. Dr. Pasmanik: Ich muss nochmals erklären, dass meiner Meinung" nach die Palästinafrage die wichtigste ist, über die der Kongress zu verhandeln hat. Es würde eine grosse Sünde von Ihnen sein, wenn Sie von hier weggehen würden, ohne bestimmte Beschlüsse gefasst zu haben. Herr Oscar Marmorek meint, dass wir ja einen Generalredner wählen können. Nun, meine Herren, wir haben bis jetzt nur zwei Redner gehört, allein .schon diese hatten eine entgegengesetzte Meinung. Ich weiss nicht, ob die Palästinafrage nicht viel wichtiger ist, als alles, was wir etwa an dem Berichte des A. C. in einer Debatte auszusetzen hätten, jedenfalls ist sie meiner tiefsten Ueberzeugung nach so wichtig, dass wir im schlimmsten Falle unsere Sitzungen um einen Tag verlängern sollten. Wir dürfen aber von hier nicht weggehen, ohne diese Frage entschieden zu haben und deshalb ,bitte ich Sie, den Antrag des Herrn Architekten Marmorek abzulehnen. Vizepräsident Wolffsolin: Ich mache den Kongress aber darauf aufmerksam, dass wir 40 Redner auf der Liste haben, und dass wir daher, selbst wenn der Antrag angenommen werden sollte, dass jeder Redner nur 5 Minuten sprechen darf, für die Geschäftsordnungsdebatte mindestens 4 Stunden brauchen würden, um alle Redner zu hören. Es bleibt uns dann im besten Falle nur der morgige Tag — meinetwegen bis spät in den Abend hinein — für alle Referate, sämtliche Beschlüsse und ausserdem für die Hauptsache, die Organisation. Wenn wir aber keine gute Organisation liaben, nützen — das werden Sie zugeben — alle schönen Reden hier nichts. Wir wollen die Zeit nicht mit einer Geschäftsordnungsdebatte vertrödeln, die Sache ist geklärt, deshalb lasse ich nun sofort abstimmen. Wer für den Schluss der Rednerliste ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Der Antrag ist angenommen. Es liegt ein zweiter Antrag vor, die Redezeit auf 5 Minuten zu beschränken. (Rufe: Generalredner!) Dann werde ich zuerst den Antrag auf Wahl von Generalrednern zur Abstimmung bringen lassen. (Zwischenrufe.) Zur Geschäftsordnung hat Herr Dr. Grünhut das Wort.

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