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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 202

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 202 (sequence 200)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476268--2412-3478551
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— 202 — Was die Arbeit der Chowewe Zion in Misskredit gebracht hat, ist nicht das Ziel ihrer Tätigkeit, sondern die Art und Weise, wie sie es zti erlangen suchten.. (Zustimmung.) Das Prinzip der Wohltätigkeit ist, falls die Mittel nicht ganz ausserordentlich gewaltige sind, wie z. B. bei der J. C. A., nicht imstande, grosses zu erreichen, um so weniger, wenn die Gelder planlos verzettelt werden, wie es bei den Chowewe Zion-Vereinen bisher meist der Fall war. Die Palästinaarbeit der Zionisten bewegt sich in ganz anderen Geleisen als die jener Vereine. Mitleid, Wohltätigkeit, persönliche Unterstützung sind hier fremde Begriffe, hier handelt es sich stets nur um Organisation, Beispiele, Versuche, Schaffung der Grundlagen für Privat^ initiative, Beteiligung an grosszügigen wirtschaftlichen Unternehmungen. Mag auch manche Arbeit vergeblich sein, das, was einschlägt, trägt hundertfach Früchte. Oder wäre es nicht von Gewinn für die zionistische Idee, wenn Kunstgewerbe und Hausindustrie in Palästina zur Blüte kommen, wenn wir eine genaue Landesaufnahme besitzen, wenn von Juden gegründete und kontrollierte Fabriken, Bergwerke, öffentliche Arbeiten usw. in Palästina entstehen, wenn die Abarbanell-Bibliothek sich wirklich in eine Nationalbibliothek umwandelte (Beifall) und sich daran ein jüdisches Nationalmuseum und eine jüdische Akademie angliederte (Beifall und Händeklatschen), wenn jüdische Mittel- und Hochschulen den Jesuitenschulen Syriens Konkurrenz machen und neben Medizinern, Apothekern auch Beamte für die Türkei ausbilden würden, wenn von Zionisten begründete landwirtschaftliche und technische Anstalten, sowie medizinische Untersuchungsstationen Zeugnis ablegen von der Kulturfähigkeit nicht nur des Landes, sondern auch seiner jüdischen Bewrohner? Sind dies wirklich kleinliche Objekte und sind die Bestrebungen, das zu erreichen, wirklich unnütze Spielereien? Man gebe nur allen Zionisten, ja allen jüdisch fühlenden, Juden einen Anteil an der Palästinaarbeit, und das wird nach Schaffung der nötigen Zentralen in Palästina schon möglich sein — dann wird nicht nur der ungesunde territorialistische Spuk in unseren Reihen schnell genug verschwinden, sondern der zionistischen Partei werden noch massenhaft neue Anhänger entstehen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dass aber eine solche Beteiligung jedes Zionisten an der Palästinaarbeit schon jetzt möglich ist, dafür nur einige Beispiele. Jede grössere Ortsgruppe sollte Besitzerin einer Orangen-, Mandel- oder Olivenpflanzung sein (Bravo l); die Pläne dazu würden von unseren Fachmännern in Palästina ausgearbeitet, das Land durch sie gekauft und verwaltet werden, aber immer-

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