Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 201)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 203 — hin würde die Ortsgruppe durch die Kontrolle und später durch den Verkauf oder Verteilung der Produkte an die Anteileigner sehr enge Beziehung zu Palästina unterhalten müssen. (Zustimmung.) Ebenso sollte jeder wohlhabende Zionist allein oder familienweise ein Stück Land in Palästina sein eigen nennen und durch unsere Fachmänner bewirtschaften lassen; und Angebote hierfür müssten unsere Vertrauensmänner machen und verbreiten. —- Andere Gruppen der Zionisten werden sich industriellen Aufgaben zuwenden, sie werden Gesellschaften bilden zur Errichtung von Mühlen, Oelpressen, Ziegeleien, Zementfabriken, Konservenfabriken, Brauereien, Brennereien, Stärkefabriken etc., hierbei unterstützt durch die Bank und die zionistischen Vertrauensmänner in Palästina. Auf diese Weise wird der jüdische Einfluss in Palästina immer mehr steigen und schliesslich wird auch der nicht jüdische Teil der Eingeborenen, der ja schon jetzt grossenteils das Recht der Juden, auf Palästina anerkennt, in stetigem Kontakt mit jüdischem Erwerbsleben sich stillschweigend an die Idee gewöhnen, dass die Juden auch tatsächlich wieder von ihrem Land Besitz ergriffen haben. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Schon unsere bisher geringe Tätigkeit hat grossen Eindruck gemacht auf die nichtzionistische Welt, sowohl Juden als auf Nichtjuden. Viele, die unsern weiten politischen Ideen, d. h. der Erlangung des Charters oder der administrativen Autonomie fern stehen, erkennen gerne die kräftige und zielbewusste Umsetzung unserer Ideen in die Praxis an, und tragen auch, dazu aufgefordert, ihr Scherflein dazti bei. Sie geben zu, dass sie sich geirrt hatten, als sie vor Jahren dachten, der Zionismus sei nur eine Seifenblase, die gehörig angeschwollen, zerplatzt, ohne einen wesentlichen Rückstand zu hinterlassen, und beginnen einzusehen, dass auch unsere Bewegung, wie so viele ähnliche, von idealen Gesichtspunkten ausgehende Geistesstimmungen, langsam aber sicher in die Bahnen einer zwar ruhigen, aber um so erfolgreicheren Tätigkeit einlenkt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Also nochmals sei es betont, dass wir unsere moralische Position durch systematische praktische Arbeit in Palästina ausserordentlich zu heben vermögen, dass, wenn die Erfolge dieser Arbeit an sich in der ersten Zeit nicht sehr gross sein sollten, der in der Vermehrung des Ansehens unserer Bewegung liegende indirekte Nutzen für unsere Bestrebungen von grösster Bedeutung ist. Also auch die rein politisch gestimmten Gesinnungsgenossen haben alle Ursache, unsere Palästinaarbeit