Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 181)
- Language
- German, English, Hebrew
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V. TAG 31. Juli 1905 VORMITTAGS-SITZUNG BEGINN: 10 UHR 50 MINUTEN Vizepräsident Wolffsöhn: Die Sitzung ist eröffnet. Bevor wir in der Diskussion über Propaganda und Agitation fortfahren, erteile ich Herrn Dr. Jeremias das Wort zu einer Erklärung. Del. Dr. Jeremias: Verehrte Delegierte! Da gestern unser hochverehrter Herr Präsident irrtümlich festgestellt hat, dass die Anträge des ä. C. einstimmig angenommen seien, sehe ich mich genötigt, im Auftrage und im Namen eines beträchtlichen Teiles der Minorität folgende Erklärung dem Kongresse zur Kenntnis zu bringen, und bitte, diese Erklärung wörtlich ins Protokoll aufzunehmen: Wir stehen auf dem H erzl sehen Standpunkte des politischen Zionismus. Palästina ist und bleibt uns das unverrückbare Ziel der zionistischen Bewegung. Zur Erreichung dieses Zieles, dem wir mit allen politischen Mitteln zustreben, halten wir eine nationale autonome Siedelung auch auf einem ausserhalb Palästinas gelegenen Gebiete nach wie vor für zweckdienlich und deshalb im Rahmen des Baseler Programmes gelegen. Wir haben daher gegen die vom A. C. vorgelegten Anträge gestimmt und werden auch weiterhin für unseren politisch-zionistischen Standpunkt eintreten, freuen uns jedoch, nach der autoritativen Erklärung unseres Herrn Präsidenten dies im Rahmen der Gesamtbewegung tun zu können. Vizepräsident Wolffsohn: Haben Sie diese Erklärung namens eines Teiles der deutschen Landsmannschaft abgegeben? Del. Dr. Jeremias: Nicht eines Teiles der deutschen Landsmannschaft, sondern der Minorität. Vizepräsident Wolffsohn: Sind Unterschriften auf der von Ihnen verlesenen Erklärung? Dann bitte ich, auch diese zu verlesen. Del. Dr. Jeremias: Ich möchte nur feststellen, dass wir keinen Wert darauf gelegt haben, alle Namen, die sich für diese Erklärung einsetzen würden, zu sammeln. Ich kann aber erklären, dass wenigstens ein grösserer Teil der deutschen Landsmannschaft . . . (Rufe: Namen nennen!) Wenn Sie wollen, werde ich Ihnen 33 Namen verlesen. (Rufe: Tun Sie das! Bitte! — Zwischenrufe.) Wir legen aber keinen Wert darauf, weil es viel wichtiger gewesen wäre, im Rahmen einer namentlichen Abstimmung, wie sie ja auch beantragt war, unseren Standpunkt Mann für Mann festzunageln. Da