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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 178

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 178 (sequence 176)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476268--2388-3478527
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— 178 — groben Schimpf wort en und feigen Verleumdungen arbeitend. Sie öffnen jedem ihre Spalten, der irgend etwas noch so Unsinniges gegen uns vorzubringen weiss. Solche Gegenagitation kann uns nur nützen, wie erfahrungsgemäss Versammlungen, die von gegnerischer Seite einberufen wurden, sich am allererfolgreichsten für uns gestaltet haben. Beiläufig kommt uns diese Art Agitation auch am billigsten, und wenn der schon aufgetauchte Gedanke der Gründung eines „Vereins zur Abwehr des Zionismus" in die Wirklichkeit überführt werden sollte, würde uns viele Mühe erspart werden. Gefährlich ist die Tätigkeit, welche eine Reihe anderer Blätter einschlagen, die Taktik des Totschweigens. Zwar folgt die grosse Masse der Weltblätter aller Richtungen, unbeschadet ihrer Stellung zum Zionismus, in immer wachsender Zahl aufmerksam hier unseren Verhandlungen; sie halten es für ihre Pflicht, ihre Leser über die tatsächlichen Vorkommnisse unserer Bewegung auf dem Laufenden zu halten; Und wir haben die Erfahrung gemacht, dass fast ausnahmslos diese Berichte von Objektivität, von Verständnis und mehr oder weniger auch von innerer Teilnahme zeugen. Wenn im Anschluss an die Berichte in vielen dieser Blätter eine scharfe Kritik an uns geübt wird, so haben wir nichts dagegen, freuen wir uns vielmehr darüber, nachdem durch die Berichte selbst ja jedem Leser die Möglichkeit eigener Nachprüfung gegeben ist. Eine glücklicherweise kleine Anzahl von Blättern aber sucht geflissentlich ihre Leser um die Kenntnis dieser Vorgänge zu betrügen und verletzt ineklatanter Weise die Pflicht, welche einer Zeitung ihrem auf sie vertrauenden Publikum gegenüber obliegt. Diese Blätter, welche keine Versammlung von Friseurgehilfen, keine Verhandlung wegen eines Lustmordes vorübergehen lassen, wagen es, an derimposanten Tatsache unserer Kongresse sich vorüberzuschleichen, diese Blätter, welche die gleichgültigsten Aeusserungen irgend eines exotischen Winkeldiplomaten mit Inbrunst verzeichnen, haben die Kühnheit, ihren Lesern beispielsweise von den Verhandlungen über Ostafrika kein Sterbenswort zu verraten. Es handelt sich da um eine ganz bestimmte Sorte von Blättern. Vorhin sprachen wir von den Blättern, welche sich jüdisch nennen, aber sich nichts weniger als jüdisch, gebaren; jetzt handelt es sich um die Blätter, welche leider Gottes nicht nur von den Antisemiten, sondern fast von dem ganzen nicht jüdischen Publikum Judenblätter genannt werden, die selbst gegen diese Bezeichnung zwar ängstlich protestieren, aber gerade durch die Angst, für jüdisch gehalten zu werden, die jüdische Abstammung ihrer Leiter verraten. (Lebhafter Beifall.) Es kann gar nicht laut und deutlich genug

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