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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 177

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 177 (sequence 175)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476268--2387-3478526
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— 177 — mit ihr einlegen können. Insbesondere unser offizielles Organ, „Die Welt", erscheint mir gut redigiert und interessant gehalten. Für die Ausgestaltung der „Welt" sollten wir, so viel nur angeht, tun. Eine illustrierte Beilage mit aktuellen Bildern würde das Interesse weiter Kreise heben. Das wünschenswerteste wäre ja, wenn wir unser Parteiblatt zu einer Tageszeitung umgestalten könnten, einem grossen vornehmen Blatt, das endlich einmal unser lebendiges Sprachrohr sein und alle Ereignisse der Welt einmal vom jüdischen Standpunkte betrachten würde. Ein wahrhaft jüdisches Blatt, das vom Leben unseres Volkes zeugt, kann eben nur. ein solches Tageblatt sein, das nicht seine Interessensphäre so eng abgrenzen muss, wie ein Wochenjournal. Aber bis zur Verwirklichung dieses oft hier ausgesprochenen Wunsches wird wohl noch viel Tinte die Feder hinabfliessen. Treffliche Dienste leisten uns andere jüdische Zeitungen, welche nicht auf dem Parteistandpunkte direkt stehend, doch wenigstens Verständnis für unsere nationale Idee besitzen und verbreiten. Derartige ernsthafte und unparteiische Zeitungen nützen der Propaganda oft mehr als Tendenzblätter. Aber um so vorsichtiger müssten unsere Parteigenossen sein, denen solche Blätter offen stehen. Viel eher in einem Parteiblatte, als in einer solchen, von Fernstehenden viel gelesenen Zeitung kann ein scharfes kritisches Wort gesprochen werden. Was in der „Welt" oder in „Altneuland" stehend, allen ernsthaften Arbeitern unserer Sache willkommen sein könnte, kann in einer unparteiischen Zeitung einer Verfälschung gleichkommen und unsere Propaganda empfindlichen Schaden bringen. Da wirkt dieses von mir schon früher als ganz unzulässig bezeichnete Propagieren von innerhalb der Bewegung berechtigten Sonderanschauungen ausserhalb unserer Reihen am allergefährlichsten. Ich möchte noch ein Blatt erwähnen, das seine Stärke nicht im ernsthaften suchte, aber treffliches für die Popularisierung unserer Sache tat, ohne deshalb ausgesprochen zionistisch zu sein, den leider selig* entschlafenen „Schlemiel". Ich glaube, dass ein solches Blatt für jüdische Satire nie Stoffmangel haben kann, und dass sein Bestehen _von nicht zu unterschätzender Bedeutung für unsere Sache wäre. Dieser Ansicht hat auch Theodor Herzl wiederholt Ausdruck gegeben. Möge bald auf solider Grund-, läge ein solches Unternehmen wieder erstehen. Da wir von Witzblättern reden, will ich rasch einige Worte über eine gewisse sich jüdisch nennende Presse sprechen, die ebenso sehr für unbewusste Komik wie unbeabsichtigte Agitation sorgt. Diese Blätter, grösstenteils solche, die zum Privatgebrauch ihrer Redakteure herausgegeben werden, befehden seit dem Bestehen des Zionismus ihn aufs schmählichste, mit

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