Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 173)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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— 175 — wird es sich empfehlen, Kurse über den Zionismus zu veranstalten, in welchen durch eine Reihe fortlaufender Referate, die jeweils von einem anderen Mitgliede übernommen werden, Aufschluss über alles Interessierende für diejenigen gegeben wird, welche in die Materie näher eindringen wollen. Das wichtigste aber und unentbehrlichste Hilfsmittel der Agitation ist die Literatur und die Presse. Ich glaube, wir können uns jedenfalls darüber nicht beklagen, dass quantitativem Mangel an Büchern herrscht, welche unsere Sache angehen. Im Gegenteil gibt es erstaunlich viele und so absonderlich gestaltete Erscheinungen, dass man nicht begreift, woher die Leser kommen sollen. Es ist wohl des Guten etwas zu viel getan, und teilweise auch des Schiechten. Es gibt unendlich viele Wiederholungen, und dabei fehlt es oft an Erörterungen wirklich wichtiger Fragen. Noch immer fehlt es an populären Werken über Kolonisationskunde oder die neueste Palästinaforschung, wie an wirklich zuverlässigem statistischen Material und belletristischen Werken. Schriften über Kunst usw. finden eher x\bsatz und erscheinen daher auch in besonders starker Fülle. Aber mir scheint, auch da geschieht des Guten etwas zu viel, denn wenn man sich über die schöne Zeichnung eines unserer Künstler, die man im Almanach sieht, herzlich freut, ist man wohl auch noch freudig überrascht, sie in „Ost und West" wiederzufinden. Wenn sie dann aber in einem Separatwerke über diesen Künstler, dann wieder in dem Werke, aus dem sie ursprünglich entnommen ist, dann in einer Gesamtausgabe der Werke des Künstlers, dann in einer Studie, dann in einem Werke über jüdische Kunst, dann wieder in den Kritiken aller dieser Werke in „Ost un^l West" wiedersieht, erfüllt einen dieses Wiedersehen nicht ganz mit der ursprünglichen Freude, und man hat das Gefühl, dass weniger mehr wäre. Nun, jedenfalls kommt dieser Eifer in Publikationen der Propaganda zugute. Mit der Herausgabe offizieller Schriften über die Bewegung ist es ein missliches Ding. Das kann wohl am besten den Landesorganisationen überlassen bleiben. Das wertvollste Material für denjenigen, der die Bewegung unserer Vereinigung studieren will, ist die Sammlung unserer Kongressprotokolle, die durch Schachteis fleissig zusammengestelltes Register erst recht brauchbar geworden ist. Es kann wohl ermöglicht werden, dass von jetzt ab jedes Protokoll im Anhange ein derartiges Register enthält. Ich will jetzt auf die Fülle der Bücher, die auf keinem jüdischen Tische fehlen dürfen, wie die Verlagsbuchhändler be-