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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 174

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 174 (sequence 172)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 174 - zulegen, dass es sich hier nicht um einen Vortrag der gesamten Lehre des Zionismus handle, sondern nur um die Darstellung eines kleinen Teiles derselben. Er wird zweckmässig eine Skizze unseres Gesamtbaues zu geben und den Platz zu bezeichnen haben, an welchen der heute zu behandelnde Gegenstand gehört. Auf diese Weise kann allein dem Entstehen von Missverständnissen und Verwirrungen vorgebeugt werden. Der Versammlungsleiter hat vor allem aber für den würdigen Verlauf der Veranstaltung zu sorgen, insbesondere dafür, dass Gegner ruhig angehört werden, kurz, dass der ganze Verlauf der Würde unserer Bewegung entspricht. Der Redner selbst wird ja dazu zwar nicht alles, aber viel tun können. Einen guten Redner zu bekommen, ist nicht immer leicht. Wer vor einer Versammlung von Gelehrten ehrenvoll bestehen würde, könnte deshalb doch vor einem Publikum von kleinen Handwerkern kläglich Fiasko machen. Man denke doch nur an den bösen Reinfall, den weiland König Balak mit dem als tüchtigen Agitationsredner bekannten Bileam erlitt, der so ganz anders sprach als sein Gastgeber erwartet hatte. Es wird nötig sein, überall Rednerlisten aufzustellen und dafür zu sorgen, dass die verschiedenen Vorträge, welche eine Gruppe im Laufe einer Saison veranstaltet, zueinander passen und einander ergänzen. Wenn es endgültig durchgeführt wird, dass alle Redner wenigstens eines Landes sich unter Angabe ihrer Vortragstitel bei einer Zentrale melden, so wird sich die Veranstaltung „von Vortragszyklen ermöglichen lassen dergestalt, dass die von verschiedenen Rednern in einer Stadt ,zu haltenden Vorträge schliesslich ein harmonisches Ganzes bilden. Auch an dieser Stelle empfehle ich wieder den Besuch der grösseren Gruppen eines Landes durch ausländische Redner. Auch das wird sich durch die Zentralleitung ohne grosse Mühe bewerkstelligen lassen. Des öfteren ist die Anregung gegeben worden, bezahlte Wanderredner anzustellen. Ich glaube, dass wir in der glücklichen Lage sind, ohne Bezahlung über eine Reihe lüchtiger Agitationsredner zu verfügen, wenn ich auch die Verhältnisse ausserhalb Deutschlands nur vom Hörensagen kenne, und dass wir jedenfalls von Kongresswegen von der Anstellung solcher Wanderredner absehen können. Auch für die Ausbildung von Rednern kann durch die seminaristischen Uebungen, die ich erwähnte, gar vieles geschehen. Empfehlenswert wäre, kurze und volkstümliche Agitationsvorträge zu sammeln, diese aber nicht der Oeffentlichkeit zu übergeben, sondern nur auf Wunsch den Vertrauensmännern kleinerer Ortsgruppen, zuzusenden, damit diese durch Verlesung solcher Referate, so gut es eben geht, die auswärtigen Redner ersetzen. In grösseren Gruppen

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