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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 147

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 147 (sequence 145)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476268--2357-3478496
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— 147 — Völker, die an die Bibel glauben, verbrieftes Recht besitzen, und das die Herrschaft im Laufe der. Zeit unserer Zerstreuung mehrfach gewechselt hat, gibt es nicht. Bevor man aber von einer praktischen Unmöglichkeit spricht, muss man nachweisen, dass die ganze Kraft des jüdischen Volkes vergebens aufgewandt worden ist, um dieses Ziel zu erreichen. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dass das jüdische Volk Helden besitzt, die für ihre Ideale bereit sind, ihr Blut zu verspritzen, haben die Märtyrer des Mittelalters ebensogut bewiesen, wie jene tapferen Kämpfe im fernen Osten, die ihr Blut für ein Land hergeben, aus welchem sie im Frieden wie Parias ausgestossen werden. Das sehen wir auch an jenen freiheitsdürstenden Jünglingen, die sich für allgemeine Menschheitsideale in den Tod stürzen, ohne zu bedenken, ob auch das arme jüdische Volk davon einen Nutzen haben wird. Wir hegen die feste Zuversicht, dass der Zionismus niemals das Opfer der Person seiner Bekenner erfordern wird. Solange aber ein Volk dieses Opfer für seine Freiheit nicht gebracht hat, ist es auch nicht berechtigt, an der Erlangung derselben zu verzweifeln. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Wo ist denn aber das Territorium, auf dessen Erlangung wir grössere Aussichten hätten und das zugleich geeignet wäre, als Sammelpunkt des jüdischen Volkes zu dienen? Wo ihr hinblickt, ist jedes irgendwie begehrenswerte Fleckchen Erde von den Grossmächten der neuen und alten Welt beherrscht. Auf kein anderes Gebiet haben wir ein historisches Recht, bei jedem anderen Land wird man uns fragen: Mit welchem Recht wollt ihr es für euch allein haben? Sofern ihr gesund und arbeitsfähig seid, hindert euch ja nichts, zu uns zu kommen und unter dem Schutz unserer Gesetze zu leben. Wenn man uns aber auch wirklich in einem kleinen Gebiete die Autonomie zugestehen wollte, würde man doch niemals die Entwicklung zu einem öffentlich-rechtlich anerkannten Gemeinwesen dulden. Dass die ostafrikanische Siedlung eine Illusion war, wissen wir heute. Jeder neue Territorialplan wird aber ein neues Ostafrika sein. 'Es gibt nur einen Territorialismus, der vernünftig ist, das ist derjenige, der darauf abzielt, die Juden in den Ländern, in welchen sie eine ansehnliche Minderheit bilden und an einzelnen Orten in nationaler Geschlossenheit leben, stark uriH frei zu machen, damit die jüdischen Massen auf eine höhere Stufe geistiger und körperlicher Bildung erhoben werden können, und so geeignet sind, als Material für einen jüdischen Musterstaat zu dienen.

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