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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 146

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 146 (sequence 144)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476268--2356-3478495
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— 146 — Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina", Haben wir bis vor kurzem als die unerschütterliche und unantastbare Grundlage der zionistischen Bewegung betrachtet. Er schien uns, wenn wrir den Zionismus mit einem lebendigen Körper vergleichen, das Herz desselben, welches allen Gliedern das Lebensblut zuführt. Das Wort Zion war nicht bloss der Name, den wir dem neugeborenen Wesen beilegten, sondern ein organischer Bestandteil desselben. Schneidet ihr das Herz heraus, oder setzt ihr diesem Körper ein zweites Herz mit einem anderen Rhythmus des lebenspendenden Pulsschlages ein, so muss es unrettbar sterben. Darum war das letzte Wort, das uns Theodor Herzl zurief, von so eherner Bedeutung: „Meine Rechte soll verdorren, ehe ich dein vergesse, Jerusalem/' Dieses Wort, gesprochen in dem Zeitpunkt, wo die Frage der Schaffung einer autonomen Kolonie auftauchte, lässt keinen Zweifel darüber, dass unser Führer keinen Augenblick es zugegeben hätte, dass an Stelle Palästinas ein anderes Laad als Ziel der zionistischen Bewegung gesetzt würde. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Dies ergibt sich sowohl aus der logischen Entwicklung der zionistischen Bewegung, als aus der klaren Erkenntnis jener Grundursache der Judennot, welche unserem Führer eigen war. Diese Ursache ist die Zerstreuung des Judenvolkes in alle Länder, wo es überall eine schwache Minderheit bildet. Das Ideal einer Beseitigung dieses Uebels kann nur in der Sammlung der national vereinigten Kräfte auf einem Punkt der Erde bestehen, an welchem sie die gesetzgebende Majorität ausmacht. Es wäre logisch denkbar, diesen Punkt ausserhalb Palästinas zu wählen, wenn dort die alleinige Sammelstelle des jüdischen Volkes geschaffen werden könnte. Wenn wir diese Möglichkeit, die jedem getreuen Zionisten einen Schauder erregt, einen Augenblick zugeben, so wird es keinem Zweifel unterliegen, bei dem gewaltigen Einfluss der geschichtlichen und religiösen Tradition und der nationalen Hoffnungen durch zwei Jahrtausende hindurch, dass unbeschadet dieses neuen Judenlandes die grossen Massen der Juden für die Erwerbung Palästinas als nationales Zentrum weiter arbeiten würden. Hierdurch würden zwei verschiedenartige nationale Ziele geschaffen, deren Kreise sich notwendig durchkreuzen müssen. Die Kraft des jüdischen Volkes wäre beim ersten Versuch, sich eine neue Zukunft zu schaffen, an seiner eigenen Zwiespältigkeit gescheitert. Zu einer solchen Lösung drängt auch weder eine logische noch eine praktische Notwendigkeit. Wir haben keinen Grund, Palästina als Ziel der Bewegung aufzugeben. Eine logische Unmöglichkeit für uns, dieses Land zu erhalten, auf das wir ein historisches und durch die Religion aller Kultur-

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