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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 117

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 117 (sequence 115)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476268--2327-3478466
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— 117 — ist für den Zionismus unwesentlich. Das ist unsere Ansicht. Obwohl wir alle ungünstigen Bedingungen kennen, welche der Erreichung Palästinas entgegenstehen, soll doch auch nach unserer Meinung, solange unsere Bewegung sich im. Stadium des Suchens nach einem Lande befindet, keine Sekunde lang die politische Arbeit aufhören, um Palästina zu erreichen. (Ruf: Das ist etwas Neues!) Aber dieser Erreichung stehen sehr grosse Schwierigkeiten entgegen. Auch in .den Reihen der Zione-Zionisten herrscht die schärfste Opposition gegen die Diplomatie im Zionismus. (Widerspruch.) Sie müssen aber die Tatsache festhalten, dass die Diplomatie stark verbunden ist mit Palästina. In der Palästinaarbeit hat man zum Papst fahren müssen, hat man an alle Türen klopfen müssen, man hat die Diplomatie anrufen müssen, und am Ende von sechs Jahren hat man dem Zionistenkongresse die erfreuliche Psure gebracht, dass der Sultan der Herrscher von Erez Jisroel sei. Die Grosskolonisation ist notwendig mit Palästina verbunden. Solange der Zionismus aber ein Land sucht, sagen wir uns von Palästina nicht los. Aber man darf die Lebensfrage unseres Volkes, die Erreichung irgend eines Landes, nicht verwechseln mit der Möglichkeit, Palästina zu erreichen. Denn ein Land muss das jüdische Volk haben, um seine Existenz zu retten. Im Osten werden die breiten jüdischen Massen degeneriert, die jüdische Intelligenz, die höheren Zehntausend, wird aufgesogen von der nicht jüdischen Bevölkerung. Der jüdische Volksorganismus wird zerrissen und zersplittert, und mit 10 ooo jüdischen Verlägen und Büchern wird man das jüdische Nationalgefühl im Golus nicht stärken. Eine jüdische Volkskultur muss einen jüdischen Boden unter sich haben, ein jüdisches Leben braucht ein jüdisches Land. Die Zentralfrage im jüdischen Leben ist also die Erlangung eines jüdischen Landes, und es ist ein mörderisches Verbrechen des Kongresses, einem Projekte zu entsagen, das uns einen Stützpunkt auf Gottes grosser Welt geben kann. Wenn der Kongress nur bei Palästina bleibt, so wird das durchgeführt, was gestern einer von den deutschen Delegierten gesagt hat. Wenn, hat er gesagt, unser Objekt nicht das jüdische Volk, sondern das jüdische Land ist, schafft ihr einen neuen Messianismus, der unsere Kräfte lähmen wird, die ganze lebendige Volkskraft. (Beifall.) Wir sind all der Diskussionen und Versammlungen und der schönen Dekorationen überdrüssig, wir suchen ernste Arbeit. (Lebhafter Beifall.) Die jüdische Jugend, die jetzt ihr Blut auf fremdem Boden vergiesst, wartet nur auf eine Gelegenheit, dass man ihr Arbeit gibt, dass sie ihr Blut für die Heimat vergiessen kann. ' Schon 23 Jahre wird die Arbeit der Kleinkolonisation geführt. . Solange diese Arbeit aus ihrem engen Rahmen nicht heraustritt, wird sie geduldet, weil man sie nicht fühlt. Wie sie aber bedeutender wird, begegnet sie der grössten und erbittertsten Gegnerschaft seitens der Regierung. Dr. PI e r z 1 hat das sehr gut erkannt, und unser verehrter Z a n g vv i 11 hat das sehr gut präzisiert. Man kann nicht gleichzeitig politische und praktische Arbeit in Palästina leisten, eines schliesst das andere aus. (Zustimmung.) Wenn ihr aber Schmuggelpolitik treiben wollt, so tut das wenigstens nicht vor der ganzen Welt, sondern in einem finsteren Winkel. Die Hauptsache ist ein Land für das jüdische Volk zu erreichen. Wenn Uganda nicht zu brauchen ist, so sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden, um ein anderes Land zu bekommen. Wenn ihr diese Frage ignorieren wollt, tötet ihr den Lebensnerv im Zionismus. (Beifall.) Wenn ihr das territorialistische Prinzip aus dem Zionismus ausschliessen wollt, dann nehmt gleich dort das Bild Dr. H e r z 1 s herab. (Beifall. — Widerspruch und Zwischenrufe.) Wenn der Zionistenkongress, die Vertretung des jüdischen Volkes, das Ugandaprojekt mit Beifall ablehnen wird, so müssen wir sagen, die Herren haben kein Verantwortlichkeitsgefühl. (Beifall. — Widerspruch.) W7ir aber

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