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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1905-01-01 · 7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905 · p. Seite 90

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
7 (1905) Basel, 27. Juli bis 2. August 1905
Date
1905-01-01
Page
Seite 90 (sequence 88)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 90 — Frage geschaffen. Die Herren, welche immer für ein Gegenwartsprogramm waren, sollen sich erinnern, dass die Majorität der „politischen" Zionisten das Gegenwartsprogramm fördert. Wir fordern eine Konzentration der Emigranten auf autonomer Basis. Möge die Majorität beschliessen, aber die richtige, die ehrliche Majorität, keine konspirative Majorität, keine Koalition der alten Opposition. Wir ,,politische" Zionisten fügen uns und werden weiter arbeiten. Bei uns ist das Basler Programm die Hauptsache, und wenn das Uganda- Projekt abgelehnt wird, werden wir weiter arbeiten für die Realisierung des politischen Zionismus. Wir glauben, dass Unterredungen, wie die mit der Regierung von England, viel nützlicher sind als kleine Kolonien, für die der grosse Wohltäter Baron Rothschild schon 60 Millionen Francs ausgegeben hat und die 600 000 Francs jährlicher Verluste nur von der Weinproduktion bringen. Eine solche Kleinkolonisation wollen wir nicht. Wir sind für den reinen politischen Zionismus, für den diplomatisch-politischen. Zionismus, wir sind dafür, dass man öffentliche Rechte in Palästina und den Nachbarländern bekomme, dafür werden wir auch weiter arbeiten, und das werden wir bleiben, auch wenn Sie heute das Uganda-Projekt und das. Territorialismus-Projekt zurückweisen. (Beifall und Händeklatschen.) Del. Josef Cowen (mit lebhaftem Beifalle begrüsst): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Ich bin kein Redner und werde keine.Rede halten.. Ich habe aber ein Amendement zum Vorschlage Zang.wills vorzubringen, das ich Sie anzuhören bitte. Mein Amendement lautet : „Der Kongress beschliesst, der britischen Regierung seinen Dank für das Angebot eines Territoriums in Britisch-Ostafrika zum Zwecke einer jüdischen Siedelung auszusprechen. Der Kongress bedauert, dass dieses Territorium, wohin er eine Expedition zur Erforschung gesandt hat, für ungeeignet befunden wurde für die Bildung einer solchen Siedelung. Der Kongress ist überzeugt, dass die zionistische Organisation, sobald immer eine Gelegenheit sich dazu ergibt, Kolonisation mit örtlichen Verwaltungsrechten in Palästina und in seinen Nachbarländern unternehmen soll, und in Anbetracht, dass die britische Regierung die zionistische Organisation anerkannt hat, hat er das Vertrauen, dass sie auch ferner ihre guten Dienste zur Erreichung des Zieles des Zionismus nicht vorenthalten werde." (Stürmischer Beifall. — Widerspruch und Zwischenrufe.) Meine Damen und Herren! Ich habe nur noch zwei Sätze dem hinzuzufügen. Es sind diesem Kongresse zwei Möglichkeiten vorbehalten.: Die Majorität kann mit Gewalt über die Minorität hinweggehen, die Minorität kann eine Obstruktion führen, die dem Kongresse und der Bewegung stark schaden kann. Die Resolution ist eine Friedensresolution. Aber um des Friedens willen allein habe ich diese Resolution nicht vorgebracht, denn ich bin kein Friedensstifter um jeden Preis. Was ich will, ist das ursprüngliche Basler Programm ohne Aenderung (Stürmischer Beifall), und ich glaube, wenn Sie für meinen Vorschlag stimmen, so haben Sie das erreicht. (Stürmischer Beifall. — Widerspruch und Zwischenrufe.) Schriftführer Weizmann übersetzt das Amendement ins Russische. Mr. Leon hält eine Rede in englischer Sprache, die er selbst ins Französische übersetzt. Del.- Dr. Joffe (übersetzt): Der Redner, der eben gesprochen hat,, bezeichnet als das einzige Mittel zur Erreichung des Zieles das, was Zangwill vorgeschlagen hat. Er meint, wenn man dies nicht annehme, könne man das diplomatische Verhältnis mit England gänzlich zerreissen. Von England sei viel Hochherzigkeit bewiesen worden, aber es stecke auch ein gegenseitiger Vorteil darin. England wolle sich auch nützen, wenn es

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